Icatibant

Wirkstoff
Icatibant
Handelsname
Firazyr®
ATC-Code
B06AC02
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Selektiver kompetitiver Antagonist des Bradykininrezeptors Typ 2 (B2); synthetisches Dekapeptid mit einer ähnlichen Struktur wie Bradykinin, aber mit 5 nicht proteinogenen Aminosäuren. Bei einem hereditären Angioödem (HAE) sind erhöhte Bradykininkonzentrationen die wichtigsten Einflussfaktoren bei der Entwicklung klinischer Symptome.

Pharmakokinetik bei Kindern

Tmax: 30 min
T1/2: 2 h

Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

  • Angioödem
    • Subkutan
      • On-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Subkutan, für die symptomatische Behandlung akuter Attacken eines hereditären Angioödems (HAE) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren mit C1-Esterase-Inhibitor-Mangel

Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren:

12 kg bis 25 kg KG: 10 mg 
26 kg bis 40 kg KG: 15 mg
41 kg bis 50 kg KG: 20 mg
51 kg bis 65 kg KG: 25 mg
> 65 kg KG: 30 mg

In der klinischen Studie wurde nicht mehr als 1 Icatibant-Injektion pro HAE-Attacke verabreicht.

(SmPC Firazyr)

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ bzw. https://www.ema.europa.eu abgerufen werden.

Präparate im Handel

Injektionslösung in einer Fertigspritze 10 mg/mL

Die Injektionslösung enthält Icatibant in Form von Icatibant-Acetat. Die angegebene Stärke bezieht sich auf Icatibant.

Anwendungshinweis:

Zur subkutanen Injektion, vorzugsweise im Abdominalbereich. Verabreichung durch medizinisches Fachpersonal bzw. Pflegepersonen, die zuvor durch medizinisches Fachpersonal in der subkutanen Injektionstechnik geschult worden sind.

Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:

Die Injektionslösung enthält: -

Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

Dosierungen

Angioödem
  • Subkutan
    • ≥ 2 Jahre und 12 bis 26 kg
      [1]
      • 10 mg/Dosis 1 x pro Attacke.
    • ≥ 2 Jahre und 26 bis 41 kg
      [1]
      • 15 mg/Dosis 1 x pro Attacke.
    • ≥ 2 Jahre und 41 bis 51 kg
      [1]
      • 20 mg/Dosis 1 x pro Attacke.
    • ≥ 2 Jahre und 51 bis 65 kg
      [1]
      • 25 mg/Dosis 1 x pro Attacke.
    • ≥ 2 Jahre und ≥ 65 kg
      [1]
      • 30 mg/Dosis 1 x pro Attacke.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.

GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Sehr häufig (≥ 10%): Reaktionen an der Injektionsstelle (Blauer Fleck/ Hämatom/ Brennen/ Erythem/ Hypästhesie/ Reizung/ Taubheitsgefühl/ Ödem/ Schmerzen/ Druckgefühl/ Jucken/ Schwellung/ Urtikaria/ Wärme an der Injektionsstelle)

Häufig (1-10%): Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ausschlag, Erythem, Pruritus, Fieber, Transaminasen erhöht

Häufigkeit nicht bekannt: Urtikaria

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Kontraindikationen bekannt.

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at/ bzw. https://www.ema.europa.eu).

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

ANDERE HÄMATOLOGIKA

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Referenzen

  1. Shire Orphan Therapies GmbH, SmPC Firazyr (EU/1/08/461/001) 02-05-2018, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl

Änderungsverzeichnis

  • 13 Juli 2023 17:07: Neue Monographie

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung