Hyaluronidase

Wirkstoff
Hyaluronidase
Handelsname
HYLASE®
ATC-Code
B06AA03
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Das Enzym Hyaluronidase spaltet die interzelluläre Kittsubstanz, wobei Hyaluronsäure, Mukoitinsäure und Chondroitinschwefelsäure hydrolysiert und dadurch die Permeabilität des Bindegewebes gesteigert wird. Über diesen Mechanismus kommt es zur Resorptionsbeschleunigung subkutaner und intramuskulärer Injektionen. Die Diffusion von injizierten Substanzen in die Gewebe wird verbessert. Das heißt, Hyaluronidase beschleunigt jeglichen Transport und die Verteilung von Substanzen im und aus dem Gewebe ("Spreading").

Pharmakokinetik bei Kindern

Keine Informationen

Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

  • Behandlung einer Extravasationsverletzung
    • Infiltration
      • Off-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Keine Arzneispezialität für Kinder in Österreich zugelassen 

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Präparate im Handel

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung 150 I.E.

Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

Dosierungen

Behandlung einer Extravasationsverletzung
  • Infiltration
    • Frühgeborene und Neugeborene
      [3] [4] [5]
      • Lösung 15 I.E./mL: 1 ml/Dosis verteilt auf 5 Injektionen rund um die Extravasationsstelle.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Selten (0,01-0,1%): allergische Reaktionen, die in seltenen Fällen mit einer Schocksymptomatik einhergehen

Häufigkeit nicht bekannt: lokale allergische Reaktionen, unangenehme Injektionsschmerzen, Temperaturerhöhung, Zahnlockerung oder verstärkte Menstruationsblutung

Die vollständige Auflistung aller unerwüschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

  • Überempfindlichkeit gegenüber Rinderproteinen oder sonstigen Bestandteilen (wie Gelatinehydrolysat)
  • angeborene Herzfehler, venöser Stau oder Schocksymptome
  • Plasmainfusionen wenn die Serumproteinwerte < 5,5 g % (55 g/L) liegen
  • Infektionen bzw. Injektion in infiziertes Areal
  • Zur Reduktion von Schwellungen bzw. nicht in Schwellungen injizieren, die durch Stiche oder Bisse hervorgerufen wurden
  • Krebspatient*innen

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at).

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

ANDERE HÄMATOLOGIKA

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Mittel zur Behandlung des Hereditären Angioödems

Icatibant

Firazyr®
B06AC02

Lanadelumab

Takhzyro®
B06AC05

Referenzen

  1. Rademaker C.M.A. et al, Geneesmiddelen-Formularium voor Kinderen, 2007
  2. Kamps WA et al, Werkboek ondersteundende behandeling kinderoncologie, VU Uitgeverij, 2005
  3. Gopalakrishnan PN, et al, Saline irrigation for the management of skin extravasation injury in neonates., Cochrane Database Syst Rev, 2017, 7(7), Cd008404
  4. Boyar V, et al., Point-of-Care Ultrasound Use in Neonatal Peripheral Intravenous Extravasation Injuries: A Case Series., J Wound Ostomy Continence Nurs, 2018, 45(6), 503-9
  5. Zenk KE, et al., Nafcillin extravasation injury. Use of hyaluronidase as an antidote., Am J Dis Child, 1981, 135(12), 1113-4
  6. Esteve Pharmaceuticals GmbH, SmPC HYLASE Dessau 150 I.E – Plv z Herst e Inj lsg (1-24533), 09-2021, https://medikamente.basg.gv.at/

Änderungsverzeichnis

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung