Azelainsäure (kutan)

Wirkstoff
Azelainsäure (kutan)
Handelsname
Skinoren®
ATC-Code
D10AX03

Azelainsäure (kutan)

Zulassung, Pharmakodynamik und -kinetik
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen
Ähnliche Wirkstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Wechselwirkungen
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Zulassung der Dosierungsempfehlungen

Zulassungsstatus bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren: 

  • Akne vulgaris
    • Kutan
      • <12 Jahre: Off-label
      • ≥12 Jahre: On-label

Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Verfügbare Darreichungsformen und Stärken

Darreichungsformen

Gel 15%
Creme 20%

Allgemein

Creme und Gel enthalten Azelainsäure in der Reinform. Der Wirkstoffgehalt bezieht sich demnach auf Azelainsäure.

Präparate mit für Kinder potentiell problematischen Hilfsstoffen:

Präparate Arzneiform Stärke Problematische Hilfsstoffe
SKINOREN® Gel 15% Benzoesäure, Polysorbat 80, Propylenglykol, Sojalecithin
SKINOREN® Creme 20% Benzoesäure, Propylenglykol, Cetylstearylalkohol

Die Fachinformationen wurden 10/2020 aufgerufen (https://aspregister.basg.gv.at/aspregister/).

Pharmakodynamik

Azelainsäure hat antimikrobielle Eigenschaften und beeinflusst direkt die follikuläre Hyperkeratose.

Pharmakokinetik

Es sind keine pharmakokinetischen Daten bei Kindern bekannt.

Dosierungen

Akne vulgaris
  • Kutan
    • 12 Jahre bis 18 Jahre
      [1]
        • 2x täglich dünn auf die erkrankten Hautstellen auftragen und vorsichtig einmassieren.
        • Im Falle nicht akzeptabler Irritationen der Haut sollte die Menge  pro Anwendung reduziert oder die Häufigkeit der Anwendung auf einmal täglich beschränkt werden, bis die Irritation der Haut verschwindet. Falls erforderlich, kann die Behandlung vorübergehend für einige Tage ausgesetzt werden

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

AKNEMITTEL ZUR TOPISCHEN ANWENDUNG

Retinoide zur topischen Anwendung bei Akne

Adapalen (kutan)

Differin®
D10AD03
Peroxide
D10AE01
Antiinfektiva zur Behandlung der Akne

Clindamycin (kutan)

Dalacin®, Zindaclin®
D10AF01

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

In klinischen Studien an Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren war die lokale Verträglichkeit ähnlich wie in der Gruppe der erwachsenen Patienten.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Folgende UAW wurden sehr häufig, häufig oder gelegentlich beobachtet (≥ 0,1 %):
Am Verabreichungsort: Brennen, Pruritus, Erythem, Exfoliation, Schmerzen, Trockenheit, Verfärbung, Irritation, Seborrhoe, Akne, Hautdepigmentierung, Parästhesie, Dermatitis, Beschwerden, Ödeme

Folgende schwerwiegende UAW wurden zudem selten, sehr selten (< 0,1 %) oder mit unbekannter Häufigkeit beobachtet:
Angioödem

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen

Die vollständige Auflistung aller Gegenanzeigen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Es ist darauf zu achten, dass bei der Anwendung von Azelainsäure der Kontakt mit Augen, Mund- und/oder anderen Schleimhäuten vermieden wird. Bei versehentlichem Kontakt sind Augen, Mund und/oder andere betroffene Schleimhäute mit viel Wasser zu spülen. Bei Anhalten der Augenreizung soll der Patient einen Arzt aufsuchen.
  • Die Verschlechterung von Asthma bei Patienten, die mit Azelainsäure behandelt wurden, wurde selten während der Post-Marketing-Überwachung berichtet.

Die vollständige Auflistung aller Warnhinweise ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Wechselwirkungen

Es sind derzeit keine relevanten Wechselwirkungen bekannt.

Die vollständige Auflistung aller Wechselwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

 

Referenzen

  1. Leo, SmPC Skinoren 20% Creme (1-18823), 03/2020

Änderungsverzeichnis

  • 30 Dezember 2020 11:24: Neue Monographie "Azelainsäure"

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung