Aciclovir (kutan)

Wirkstoff
Aciclovir (kutan)
Handelsname
Zovirax®, Aciclobene®, Activir®, Aciclostad®
ATC-Code
D06BB03
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Aciclovir ist ein synthetisches Nukleosid-Analogon mit Hemmwirkung auf menschliche Herpesviren, einschließlich Herpes simplex-Viren (HSV) Typ 1 und 2, Varicella Zoster-Viren (VZV), Epstein Barr-Virus (EBV) und Cytomegalievirus (CMV). Durch die virale Thymidinkinase wird Aciclovir zunächst zum Monophosphat, einem Nukleosid-Analog, in weiteren Schritten unter Beteiligung zelleigener Enzyme zum Di- und Triphosphat umgewandelt. Aciclovir-Triphosphat interferiert mit der Virus-DNS-Polymerase und hemmt die virale DNS-Replikation, indem nach seinem Einbau in die virale DNS ein Kettenabbruch erfolgt.

Pharmakokinetik bei Kindern

Keine Information

Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

  • Herpes labialis
    • Kutan
      • On-label 

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Kutan, zur Lokalbehandlung von rezidivierenden Herpes simplex-Infektionen der Haut, einschließlich Herpes genitalis und Herpes labialis

Herpes labialis: 5 x täglich in 4-stündigen Intervallen, die Anwendung über Nacht auslassen, Behandlungsdauer 4 bis maximal 10 Tage 

(SmPC Zovirax 5 %-Creme)

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Präparate im Handel

Creme 50 mg/g

Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:

Die Cremes enthalten je nach Präparat - Propylenglycol, Macrogolglycerolhydroxystearat, Natriumdodecylsulfat und Cetylstearylalkohol. 

Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

Dosierungen

Herpes labialis
  • Kutan
    • 1 Monat bis 18 Jahre
      [1]
      • 5 x täglich dünn auftragen

      • Die Behandlung ist nur dann sinnvoll, wenn sie kurz nach dem Auftreten prodromaler Symptome begonnen wird.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Gelegentlich (0,1-1%): Vorübergehendes Brennen oder Stechen nach dem Auftragen der Creme. Leichte Trockenheit oder Schuppung der Haut, Jucken

Selten (0,1-0,01%): Erythem, Kontaktdermatitis nach Anwendung

Sehr selten (< 0,01%): Akute Überempfindlichkeitsreaktion einschließlich angioneurotischem Ödem und Urtikaria

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Kontraindikationen bekannt.

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at/).

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

CHEMOTHERAPEUTIKA ZUR TOPISCHEN ANWENDUNG

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Sulfonamide

Silbersulfadiazin

Flammazine®
D06BA01

Referenzen

  1. GlaxoSmithKline, SPC Zovirax koortslip (RVG 19078) 10-07-2018, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl

Änderungsverzeichnis

  • 18 September 2023 10:31: Neue Monographie

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung