Mannitol (inhalativ)

Wirkstoff
Mannitol (inhalativ)
Handelsname
Bronchitol®
ATC-Code
R05CB16
Zulassung, Pharmakodynamik und -kinetik
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen
Ähnliche Wirkstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Wechselwirkungen
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Zulassung der Dosierungsempfehlungen

  • Cystische Fibrose
    • Inhalativ
      • Off-label

Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

Verfügbare Darreichungsformen und Stärken

Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation 40 mg

Anwendungshinweis:
Bronchitol® ist zur Inhalation bestimmt und wird mittels des in der Packung enthaltenen Inhalators angewendet. Der Inhalator ist nach einwöchiger Verwendung durch einen neuen zu ersetzen. Eine ausführliche Anleitung zur Anwendung des Inhalators ist in der Gebrauchsinformation zu finden.

Pharmakodynamik

Mannitol ist ein inhalatives hyperosmotisches Arzneimittel. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt, möglicherweise verändert inhalatives Mannitol die viskoelastischen Eigenschaften des Schleims, steigert die Hydration der periziliären Solschicht und trägt über seine mukoziliäre Aktivität zur verstärkten Sputumclearance der retinierten Sekrete bei. Außerdem trägt der produktive Husten zur Sputumclearance bei.

Pharmakokinetik

Keine speziellen Informationen zu pharmakokinetischen Parametern von Mannitol bei Kindern.

Dosierungen

Cystische Fibrose
  • Inhalativ
    • 12 Jahre bis 18 Jahre
      [1] [2] [3] [4] [5]
      • Mit einer Testdosis von 400 mg in 4 Dosen pro Tag zu 40, 80, 120 und 160 mg beginnen. Wird keine bronchiale Hyperreagibilität festgestellt, kann übergegangen werden zur Erhaltungsdosis: 800 mg/Tag in 2 Dosen.
      • Ein Bronchodilatator muss 5–15 Minuten vor jeder Dosis angewendet werden

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.

GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.

EXPEKTORANZIEN, EXKL. KOMBINATIONEN MIT ANTITUSSIVA

Mukolytika

Acetylcystein

Fluimucil®, diverse Generika
R05CB01

Ambroxol

Mucosan®, Mucosolvan®, diverse Generika
R05CB06

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Am Tag des Screenings: Gelegentlich: Bronchospasmen, unangenehmes Gefühl/Schmerzen in der Brust, Erbrechen (nach dem Husten), Odynophagie, Würgen.
Sowohl während der Behandlungsphase als auch am Tag des Screenings: Häufig: Husten. Gelegentlich: Schwindel, Übelkeit.
Während der Behandlung: Häufig: Kopfschmerzen, Verschlechterung des Allgemeinzustands, Hämoptyse, pharyngolaryngale Schmerzen, Sputum mit Bakterienbesiedlung, unangenehmes Gefühl im Brustraum, Keuchen, Asthma, produktiver Husten, Erbrechen (nach dem Husten). Gelegentlich: Einschlafprobleme, Ohrenschmerzen, Bronchitis, Bronchopneumonie, Dysphonie, Hyperventilation, verfärbtes Sputum, Halsreizung, Pharyngitis, Infektion der oberen Atemwege, Dyspnoe, Pruritus, pruritischer Hautausschlag, muskuloskelettale Schmerzen in der Brust, Harninkontinenz, Fieber.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Häufig (1-10%): Kopfschmerzen, Husten, Hämoptyse, Mundrachenschmerzen, Giemen, posttussives Erbrechen, Erbrechen, Zustand verschlimmert, Brustbeschwerden

Gelegentlich (0,1-1%): Bronchitis, Bronchopneumonie, Lungenentzündung, Orale Candidiasis, Rachenentzündung, Staphylokokken-Infektion, Infektion der oberen Atemwege, verminderter Appetit, CF-bedingter Diabetes, Dehydratation, initiale Insomnie, morbide Gedanken, Schwindel, Ohrenschmerzen, produktiver Husten, Rachenreizung, Asthma, Bronchospasmus, Atemvolumen verringert, Nasenfluss, Dyspnoea, Dysphonie, Hyperventilation, obstruktive Atemwegserkrankung, Atemwegkongestion, verfärbtes Sputum, Sauerstoffmangel, Übelkeit, Diarrhoe, Aufstoßen, Flatulenz, Gastroösophageale Refluxkrankheit, Glossodynie, Brechreiz, Stomatitis, Oberbauchschmerzen, aphthöse Stomatitis, Odynophagie, Akne, kalter Schweiß, Pruritus, Hautausschlag, pruritischer Hautausschlag, muskuloskelettale Brustschmerzen, Arthralgie, Rückenschmerzen, Gelenksteifigkeit, muskuloskelettale Schmerzen, Harninkontinenz, Pyrexie, Müdigkeit, grippeähnliche Krankheit, Hernienschmerzen, Krankheitsgefühl, Brustschmerzen, Alkalische Phosphatase im Blut erhöht, Test auf Bakterien oder Pilze im Sputum positiv

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

  • bronchiale Hyperreaktivität gegen inhalatives Mannitol

Die vollständige Auflistung aller Gegenanzeigen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at/).

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

Referenzen

  1. Pharmaxis Pharmaceuticals Limited, SmPC Bronchitol (EU/1/12/760/001-002) 25-09-2015, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl
  2. Teper A, et al, Inhaled mannitol in patients with cystic fibrosis: A randomised open-label dose response trial, J Cyst Fibros, 2011, Jan, 10(1), 1-8
  3. Bilton D, et al, Pooled analysis of two large randomised phase III inhaled mannitol studies in cystic fibrosis, J Cyst Fibros, 2013, Jul, 12(4), 367-76
  4. Minasian C, et al, Comparison of inhaled mannitol, daily rhDNase and a combination of both in children with cystic fibrosis: a randomised trial, Thorax, 2010, Jan, 65(1), 51-6
  5. Nevitt SJ. et al, Inhaled mannitol for cystic fibrosis., Cochrane Database Syst Rev, 2020 , May 1, 5(5), CD008649
  6. Pharmaxis Europe Limited, SmPC Bronchitol Hartkapseln 40 mg (EU/1/12/760/001-002), aufgerufen am 21.06.2021, https://aspregister.basg.gv.at/aspregister/

Änderungsverzeichnis

  • 28 Oktober 2021 11:46: Neue Monographie

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung