Anti-Malaria-Mittel/Arzneimittel gegen Blutschizonten; Angriffspunkt für die antiparasitäre Wirkung beider Substanzen ist die Nahrungsvakuole des Malaria-Parasiten, wo die beiden Wirkstoffe in die Umwandlung von Häm, einem toxischen Stoffwechselprodukt des Hämoglobin-Abbaus, in das nicht toxische Malaria-Pigment Hämozoin eingreifen. Lumefantrin beeinflusst den Polymerisationsprozess, während Artemether durch die Wechselwirkung seiner Peroxidbrücke mit dem Häm-Eisen reaktive Metabolite bildet. Sowohl Lumefantrin als auch Artemether besitzen einen zweiten Angriffspunkt, der die Hemmung der Nukleinsäure- und Proteinbiosynthese im Malaria-Parasiten einschließt. Es wurde eine starke Aktivität in Bezug auf die Gametozyten-Eliminierung berichtet.
Folgende pharmakokinetische Parameter wurden bei pädiatrischen Malaria-Patienten nach der ersten Dosis Arthemether+Lumefantrin ermittelt (SmPC Riamet):
Cmax (CV%) für Artemether:
5 bis < 15 kg: 223 (139 %) ng/ml
15 bis < 25 kg bzw. 25 bis < 35 kg: 198 (90 %) ng/ml
Erwachsene: 174 ng/ml (83 %) ng/ml
Tabletten Artemether/Lumefantrin 20 mg/120 mg (als Import)
Anwendungshinweis:
Die Einnahme der Tabletten sollte zusammen mit fetthaltigen Nahrungsmitteln oder Getränken erfolgen, z. B. Milch.
Für Kleinkinder und Säuglinge kann die Tablette vor der Einnahme auch zerstoßen werden.
Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Die verfügbaren Präparate enthalten: Polysorbat 80
Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.
Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)
| Behandlung unkomplizierte Malaria |
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GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Kleinkinder und Kinder ≤12 Jahre:
Sehr häufig (>10 %): Kopfschmerzen, verringerter Appetit (jeweils ca. 17 %), Husten (ca. 23 %), Erbrechen (ca. 20 %), abdominale Schmerzen
Häufig (1 - 10 %): Schwindel, Palpitationen, QT-Verlängerung im EKG, Übelkeit, Diarrhoe, Schlafstörungen, Müdigkeit, Asthenie, Myalgie, Arthralgie, Hautausschlag, erhöhte Leberwerte
Gelegentlich (0,1 - 1 %): klonischer Krampf, Juckreiz, Urtikaria
Selten (0,01 - 0,1 %): Hypersensitivitätsreaktionen
Des Weiteren wurden beobachtet: Angioödem, verzögerte hämolytische Anämie (bis zu wenige Wochen nach Beenden der Behandlung)
Jugendliche >12 Jahre und Erwachsene:
Sehr häufig (>10 %): Kopfschmerzen, Schwindel, Palpitationen, Übelkeit, Erbrechen, abdominale Schmerzen, Müdigkeit, Asthenie, verringerter Appetit, Myalgie, Arthralgie
Häufig (1 - 10 %): Parästhesie, klonischer Krampf, Gangstörung, Schlafstörungen, Husten, Diarrhoe, Hautausschlag, Juckreiz, QT-Verlängerung im EKG
Gelegentlich (0,1 - 1 %): Hypästhesie, Ataxie, Somnolenz, Urtikaria, erhöhte Leberwerte
Des Weiteren wurden beobachtet: Hypersensitivitätsreaktionen, Angioödem, verzögerte hämolytische Anämie (bis zu wenige Wochen nach Beenden der Behandlung)
(SmPC Riamet)
Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://www.fachinfo.de/)
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Biguanide | ||
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Malarone®
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P01BB51 | |
| Methanolchinoline | ||
|---|---|---|
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Lariam®
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P01BC02 | |
| Diaminopyrimidine | ||
|---|---|---|
| P01BD01 | ||
| Artemisinin und Derivate, rein | ||
|---|---|---|
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Artesunate Amivas
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P01BE03 | |
| Artemisinin und Derivate, Kombinationen | ||
|---|---|---|
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Eurartesim®
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P01BF05 | |