Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Artemether + Lumefantrin

Wirkstoff
Artemether + Lumefantrin
Handelsname
Riamet®
ATC-Code
P01BF01

Pharmakodynamik

Anti-Malaria-Mittel/Arzneimittel gegen Blutschizonten; Angriffspunkt für die antiparasitäre Wirkung beider Substanzen ist die Nahrungsvakuole des Malaria-Parasiten, wo die beiden Wirkstoffe in die Umwandlung von Häm, einem toxischen Stoffwechselprodukt des Hämoglobin-Abbaus, in das nicht toxische Malaria-Pigment Hämozoin eingreifen. Lumefantrin beeinflusst den Polymerisationsprozess, während Artemether durch die Wechselwirkung seiner Peroxidbrücke mit dem Häm-Eisen reaktive Metabolite bildet. Sowohl Lumefantrin als auch Artemether besitzen einen zweiten Angriffspunkt, der die Hemmung der Nukleinsäure- und Proteinbiosynthese im Malaria-Parasiten einschließt. Es wurde eine starke Aktivität in Bezug auf die Gametozyten-Eliminierung berichtet.

Pharmakokinetik bei Kindern

Folgende pharmakokinetische Parameter wurden bei pädiatrischen Malaria-Patienten nach der ersten Dosis Arthemether+Lumefantrin ermittelt (SmPC Riamet):
Cmax (CV%) für Artemether:
5 bis < 15 kg: 223 (139 %) ng/ml 
15 bis < 25 kg bzw. 25 bis < 35 kg: 198 (90 %) ng/ml 
Erwachsene: 174 ng/ml (83 %) ng/ml 

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Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

  • Behandlung unkomplizierte Malaria
    • Oral
      • On-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

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Präparate im Handel

Tabletten Artemether/Lumefantrin 20 mg/120 mg (als Import)

Anwendungshinweis:

Die Einnahme der Tabletten sollte zusammen mit fetthaltigen Nahrungsmitteln oder Getränken erfolgen, z. B. Milch. 
Für Kleinkinder und Säuglinge kann die Tablette vor der Einnahme auch zerstoßen werden.

Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:

Die verfügbaren Präparate enthalten: Polysorbat 80

Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

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Dosierungen

Behandlung unkomplizierte Malaria
  • Oral
    • 5 bis 15 kg
      [1] [2]
      • 20 mg Artemether + 120 mg Lumefantrin (1 Tablette) nach 0, 8, 24, 36, 48 und 60 h.

    • 15 bis 25 kg
      [1]
      • 40 mg Artemether + 240 mg Lumefantrin (2 Tabletten) nach 0, 8, 24, 36, 48 und 60 h.

    • 25 bis 35 kg
      [1]
      • 60 mg Artemether + 360 mg Lumefantrin (3 Tabletten) nach 0, 8, 24, 36, 48 und 60 h.

    • ≥ 35 kg
      [1]
      • 80 mg Artemether + 480 mg Lumefantrin (4 Tabletten) nach 0, 8, 24, 36, 48 und 60 h.

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Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.

GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.

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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Kleinkinder und Kinder ≤12 Jahre:

Sehr häufig (>10 %): Kopfschmerzen, verringerter Appetit (jeweils ca. 17 %), Husten (ca. 23 %), Erbrechen (ca. 20 %), abdominale Schmerzen

Häufig (1 - 10 %): Schwindel, Palpitationen, QT-Verlängerung im EKG, Übelkeit, Diarrhoe, Schlafstörungen, Müdigkeit, Asthenie, Myalgie, Arthralgie, Hautausschlag, erhöhte Leberwerte

Gelegentlich (0,1 - 1 %): klonischer Krampf, Juckreiz, Urtikaria

Selten (0,01 - 0,1 %): Hypersensitivitätsreaktionen

Des Weiteren wurden beobachtet: Angioödem, verzögerte hämolytische Anämie (bis zu wenige Wochen nach Beenden der Behandlung)

Jugendliche >12 Jahre und Erwachsene:

Sehr häufig (>10 %): Kopfschmerzen, Schwindel, Palpitationen, Übelkeit, Erbrechen, abdominale Schmerzen, Müdigkeit, Asthenie, verringerter Appetit, Myalgie, Arthralgie

Häufig (1 - 10 %): Parästhesie, klonischer Krampf, Gangstörung, Schlafstörungen, Husten, Diarrhoe, Hautausschlag, Juckreiz, QT-Verlängerung im EKG

Gelegentlich (0,1 - 1 %): Hypästhesie, Ataxie, Somnolenz, Urtikaria, erhöhte Leberwerte

Des Weiteren wurden beobachtet: Hypersensitivitätsreaktionen, Angioödem, verzögerte hämolytische Anämie (bis zu wenige Wochen nach Beenden der Behandlung)

(SmPC Riamet)

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

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Kontraindikationen allgemein

  • Schwere Verlaufsformen der Malaria gemäß Definition der WHO
  • Gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die durch Cytochrom CYP2D6 abgebaut werden (z. B. Metoprolol, Imipramin, Amitryptilin, Clomipramin)
  • Therapie mit starken Induktoren von CYP3A4, z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Familiengeschichte für plötzlichen Herztod oder einer angeborene Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG oder eine andere klinische Verfassung, von der bekannt ist, dass diese das QTc-Intervall verlängert
  • Gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass diese das QTc-Intervall verlängern (Proarrhythmika) wie z.B. Antiarrhythmika der Klassen IA und III;  Neuroleptika, Antidepressiva; bestimmte Antibiotika einschließlich einiger Wirkstoffe aus den folgenden Klassen: Makrolide, Fluorochinolone, Imidazol- und Triazol-Antimykotika; bestimmte nicht sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol); Cisaprid; Flecainid
  • symptomatische Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte, mit klinisch relevanter Bradykardie oder mit Herzinsuffizienz, die mit einer verringerten linksventrikulären Auswurffraktion einhergeht
  • Elektrolytstörungen (z. B. Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie)

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://www.fachinfo.de/)

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Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

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Biguanide
P01BB51
Methanolchinoline

Mefloquin

Lariam®
P01BC02
Diaminopyrimidine
P01BD01
Artemisinin und Derivate, rein

Artesunat

Artesunate Amivas
P01BE03
Artemisinin und Derivate, Kombinationen

Artenimol + Piperaquin

Eurartesim®
P01BF05

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Referenzen

  1. Novartis Pharma BV, SmPC Riamet (RVG 25773) 04-12-2020, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl
  2. WHO, Guidelines for the treatment of malaria., www.who.int, 2015, 3rd edition
  3. Novartis Pharma GmbH, SmPC Riamet 20 mg+120 mg Tabletten (50318.00.00), 10-2024

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Änderungsverzeichnis

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