Hydrocortison

Wirkstoff
Hydrocortison
Handelsname
Alkindi®, Hydrocortone®
ATC-Code
H02AB09
Zulassung, Pharmakodynamik und -kinetik
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen
Ähnliche Wirkstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Wechselwirkungen
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Zulassung der Dosierungsempfehlungen

Zulassungsstatus bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren:

  • Prophylaxe Bronchopulmonale Dysplasie/Chronische Lungenerkrankungen
    • Oral
      • Off-label
    • Intravenös
      • Es ist kein Präparat in Österreich zugelassen.
  • Neonataler Schock, Hypotonie
    • Intravenös
      • Es ist kein Präparat in Österreich zugelassen.
  • Nebennierenrindeninsuffizienz: normale Substitutionsdosierung
    • Oral
      • On-label
    • Intravenös
      • Es ist kein Präparat in Österreich zugelassen.
  • Nebennierenrindeninsuffizienz: Stressdosierung (akute Krise)
    • Intravenös, intramuskulär
      • Es ist kein Präparat in Österreich zugelassen.
    • Oral
      • Leichter und mittelschwerer Stress: On-label
      • Schwerer Stress: Off-label
  • Schwere systemische allergische Reaktion
    • Intravenös
      • Es ist kein Präparat in Österreich zugelassen.
  • Adrenogenitales Syndrom (AGS) – Dauertherapie
    • Oral
      • On-label
    • Intravenös
      • Es ist kein Präparat in Österreich zugelassen.
  • Stressdosis: Perioperativer Substitutionsplan
    • Oral
      • On-label

Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Verfügbare Darreichungsformen und Stärken

Darreichungsformen

Granulat zur Entnahme aus einer Kapsel 0,5 mg, 1 mg, 2 mg, 5 mg
Tabletten 20 mg

Allgemein

Hydrocortison liegt in den im Handel befindlichen Präparaten in der Reinform vor. Der Wirkstoffgehalt bezieht sich demnach auf Hydrocortison. Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten.

Präparate mit für Kinder potentiell problematischen Hilfsstoffen:

 

Präparate Arzneiform Stärke Problematische Hilfsstoffe
HYDROCORTONE® Tabletten 20 mg Lactose

 

Die Fachinformationen wurden aufgerufen am 03/2020 (https://aspregister.basg.gv.at/aspregister/).

Pharmakodynamik

Hydrocortison ist ein Glucocorticoid und wird von der Nebennierenrinde gebildet. Hydrocortison wirkt salzretinierend und potent entzündungshemmend. Glucocorticoide haben tiefgreifende und vielseitige metabolische Wirkungen und modifizieren die Immunantwort des Körpers auf verschiedene Reize.

Pharmakokinetik

Die folgenden pharmakokinetischen Daten liegen für Frühgeborene (<1000 g) vor (Watterberg, Cook und Gifford 1996):

t½ (h) Cl (ml/kg/h) Vd (l/kg)
12.1 ± 5.8 (3.6-19) 120 ± 120 (47-357) 1.39 ± 0.33 (0.82-1.85)

 

Dosierungen

Gehe zu:

Behandlung Chronischer Lungenerkrankung (CLD, Bronchopulmonale Dysplasie)
  • Oral
    • Frühgeborene, Gestationsalter < 28 Wochen
      [8] [10] [13] [15]
      • 5 mg/kg/Tag in 4 Dosen.
      • Behandlungsdauer: Für 7 Tage. Ausschleichschema : alle 5 Tage je nach klinischem Bild um 1 Dosis reduzieren.
  • Intravenös
    • Frühgeborene, Gestationsalter < 28 Wochen
      [8] [10] [13] [15]
      • 5 mg/kg/Tag in 4 Dosen.
      • Behandlungsdauer: Für 7 Tage. Ausschleichschema : alle 5 Tage je nach klinischem Bild um 1 Dosis reduzieren.
Prophylaxe Chronischer Lungenerkrankung (CLD, Bronchopulmonale Dysplasie)
  • Intravenös
    • Frühgeborene, Gestationsalter < 28 Wochen
      [18]
      • 1 mg/kg/Tag in 2 Dosen. Für 7 Tage. Dann 3 Tage 0,5 mg/kg/Tag in 1 Dosis.
  • Oral
    • Frühgeborene, Gestationsalter < 28 Wochen
      [18]
      • 1 mg/kg/Tag in 2 Dosen. Für 7 Tage. Dann 3 Tage 0,5 mg/kg/Tag in 1 Dosis.
Neonataler Schock, Hypotonie
Nebennierenrinden-Insuffizienz: NORMALE SUBSTITUTIONSDOSIS
  • Oral
    • Neugeborene
      [25]
      • 8 - 10 mg/m2/Tag in 3 Dosen.
      • Dosistitration nach individuellem klinischen Ansprechen.

        Alle 8 Stunden gleich hohe Dosen verabreichen.
        Da noch kein Tages-/Nacht-Rhythmus vorhanden ist, wird bis zu einem Alter von 3 Monaten ein 1-1-1 anstelle des 2-1-1 Verabreichungsschemas empfohlen. In bestimmten Situationen ist eine Glucocorticoid-Stressdosierung anzuwenden.

    • 1 Monat bis 18 Jahre
      • 8 - 10 mg/m2/Tag in 3 Dosen. Die Dosis wird in ein Verhältnis von 2:1:1 aufgeteilt.
      • Dosistitration nach individuellem klinischen Ansprechen.

  • Intravenös
Ausschleichschema
  • Art der Anwendung nicht spezifizierbar
    • 0 Jahre bis 18 Jahre
      [19]
      • Bei folgenden Patienten muss die Dosierung ausgeschlichen werden, wenn die Behandlungsdauer 14 Tage übersteigt:

        • Patienten, die Hydrocortison täglich nach 16:00 einnehmen
        • Patienten, die täglich Glucocorticoide (inhalativ, kutan, rektal, nasal, intravenös oder oral) anwenden und die unerwartet ein verändertes Größenwachstum oder cushingoide Symptome entwickeln
        • Patienten, die einen starken CYP3A4-Inhibitor einnehmen, der den Abbau der Glucocorticoide hemmt

        Schritt 1:
        Verringerung der therapeutischen (supraphysiologischen) Dosis auf eine physiologische Dosis von 10 mg/m2/Tag (Verhältnis 2:1:1) in Absprache mit einem pädiatrischen Endokrinologen.
        Schritt 2:
        Reduktion der physiologischen Dosis von 10 mg/m2/Tag um 1 mg/m2 pro Woche:

           07.00  13.00  18.00
        Woche 0 5 mg/m2 2,5 mg/m2 2,5 mg/m2
        Woche 1 5 mg/m2 2,5 mg/m2 1,5 mg/m2
        Woche 2 5 mg/m2 2 mg/m2 1 mg/m2
        Woche 3 5 mg/m2 2 mg/m2  
        Woche 4 5 mg/m2 1mg/m2  
        Woche 5 5 mg/m2 -  
        Woche 6 4 mg/m2 -  
        Woche 7 3 mg/m2 -  
        Woche 8 2 mg/m2 -  
        Woche 9 1 mg/m2    
        Woche 10 STOP    

        Während der Dosisreduktion muss das Stressdosierungs-Schema weiterhin eingehalten werden.

        • In der Woche 21 nach Beginn des Ausschleichens soll ein low-dose ACTH-Test durchgeführt werden:
          • Wenn der Cortisol-Spiegel ≥ 0,55 µmol/l beträgt (Grenzwert je nach Assay), ist die Einhaltung des Stressdosierungs-Schemas nicht mehr erforderlich.
          • Wenn der Cortisol-Spiegel <0,55 µmol/l beträgt (Grenzwert je nach Assay), wiederholen Sie den Test nach 3 bis 6 Monaten. Nach 2 auffälligen ACTH-Tests und bei einem Alter von ≥ 6 Jahren sollte ein Metyrapon-Test in Betracht gezogen werden. Das Stressdosierungs-Schema muss bis dahin weiter eingehalten werden.
Schwere systemische allergische Reaktionen
  • Intravenös
    • 1 Monat bis 18 Jahre
      • 4 mg/kg/Dosis, einmalig. Maximale Einzeldosis: 100 mg/Dosis.
      • Als ergänzende Behandlung bei onkologischen Erkrankungen, bei Anaphylaxie: 10 mg/kg/Dosis

Nebennierenrinden-Insuffizienz: STRESSDOSIS (AKUTE KRISE)
  • Intravenös
    • 0 Jahre bis 18 Jahre
      [27]
      • 2 mg/kg/Dosis, einmalig. Entspricht 50-100 mg/m2. Wenn eine Oralisierung nicht möglich ist, daraufhin ca. 100 mg/m2 pro 24 Stunden als kontinuierliche Dauerinfusion über 24 Stunden. Alternativ gleichmäßig aufgeteilt auf 4 Einzeldosen i.v. alle 6 Stunden. Wenn eine Oralisierung möglich ist, hohe Dosen Hydrocortison oral laut Stressdosierungsschema verabreichen, danach allmählich auf drei tägliche Dosen senken (gemäß Ausschleichschema).
      • Entspricht:
        0 bis 1 Jahr: 25 mg/Dosis, einmalig. (Solu-Cortef)
        1 bis 6 Jahre : 50 mg/Dosis, einmalig. (Solu-Cortef)
        6 bis 18 Jahre: 100 mg/Dosis, einmalig. (Solu-Cortef)

  • Intramuskulär
    • 0 Jahre bis 18 Jahre
      • 2 mg/kg/Dosis, einmalig. Daraufhin hohe Dosen Hydrocortison oral laut Stressdosierungsschema verabreichen, danach allmählich auf drei tägliche Dosen senken (gemäß Ausschleichschema).
      • Entspricht:
        0 bis 1 Jahr: 25 mg/Dosis, einmalig. (Solu-Cortef)
        1 bis 6 Jahre : 50 mg/Dosis, einmalig. (Solu-Cortef)
        6 bis 18 Jahre: 100 mg/Dosis, einmalig. (Solu-Cortef)

  • Oral
    • 0 Jahre bis 18 Jahre
      [1]
      •  

          LEICHTER STRESS
        MITTELSCHWERER STRESS
        SCHWERER STRESS
        DEFINITION Leichter Stress: Unwohlsein, Trägheit, Temperatur < 38,0°C, kurzzeitige körperliche Belastung. Leicht erhöhte Temperatur zwischen 38-39 °C, leichte grippale Infektion, Impfung, Lokalanästhesie (Zahnarzt). In Ausnahmefällen kann auch psychischer Stress (Prüfung, Test) oder schwere körperliche Anstrengung ein Grund sein, die Substitutionsdosis vorübergehend auf das 2-3-fache zu erhöhen. Die Körpertemperatur ist nicht immer ein guter Parameter für die Beurteilung von Stress. Temperatur > 39°C, Erbrechen, Diarrhoe, schwere Erkrankung, Unfall, Operation, Narkose (für perioperative Versorgung siehe 'Perioperativer Substitutionsplan' in der Monographie Prednisolon)
        DOSIERUNG Keine Anpassung erforderlich, normale Substitutionsdosierung 38,0-38,5°C: 20 mg/m2/Tag in 4 Dosen (=2 fache normale Substitutionsdosis); 38,5-39,0°C: 30-40 mg/m2/Tag in 4 Dosen (=3-4 fache normale Substitutionsdosis) 40-50 mg/m2/Tag in 4 Dosen (=4-5 fache normale Substitutionsdosis)
Adrenogenitales Syndrom (AGS) - Dauertherapie
  • Intravenös
    • 0 Jahre bis 1 Jahr
      [5]
      • Initialdosis: 5 mg/Dosis einmalig.

        • Dann 9 mg/Tag in 3 Dosen für 2 Tage.
        • Dann 3 mg/Tag in 3 Dosen, jedoch nicht weniger als 8-10 mg/m²/Tag
      • Die Dosierungen sollten je nach klinischem Bild und den Laborbefunden individuell angepasst werden.

        Die Behandlung von Kindern mit AGS liegt in der Verantwortung eines pädiatrischen Endokrinologen mit Fachkenntnissen auf dem Gebiet des AGS.

  • Oral
    • 1 Jahr bis 18 Jahre
      [5] [25]
      • 10 - 15 mg/m2/Tag in 3 Dosen.
      • Höhere oder niedrigere Dosen können erforderlich/ausreichend sein. Die Dosierungen sollten je nach klinischem Bild und den Laborbefunden individuell angepasst werden.

        Die Behandlung von Kindern mit AGS liegt in der Verantwortung eines pädiatrischen Endokrinologen mit Fachkenntnissen auf dem Gebiet des AGS.

    • 0 Jahre bis 1 Jahr
      [5] [25]
      • Initialdosis: 5 mg/Dosis, einmalig.

        • Dann 9 mg/Tag in 3 Dosen für 2 Tage.
        • Dann 3 mg/Tag in 3 Dosen, jedoch nicht weniger als 8-10 mg/m²/Tag
      • Die Dosierungen sollten je nach klinischem Bild und den Laborbefunden individuell  angepasst werden.

        Die Behandlung von Kindern mit AGS liegt in der Verantwortung eines pädiatrischen Endokrinologen mit Fachkenntnissen auf dem Gebiet des AGS.

Stressdosis: Perioperativer Substitutionsplan
  • Oral
    • 0 Jahre bis 18 Jahre
      • Nachstehende Dosierungsempfehlungen sind als Richtlinien zu betrachten. Die Dosis muss stets mit dem behandelnden pädiatrischen Endokrinologen abgestimmt werden.

        • Bei älteren Kindern kann am Abend vor der Operation eine zusätzliche Dosis Hydrocortison erforderlich sein.
        • OP möglichst früh am Morgen planen. Wenn die OP erst im Laufe des Tages stattfindet, muss am Morgen die 3-fache Dosis Hydrocortison verabreicht werden. Bei einer späten OP ist aufgrund des Hypoglykämie-Risikos ab dem Zeitpunkt der Nüchternheit eine Glucose/NaCl-Infusion zu empfehlen.
        • Die Glucocorticoid-Dosierung nach dem 1. postoperativen Tag muss in Abhängigkeit vom klinischen Zustand des Patienten und evtl. (zu erwartenden) postoperativen Komplikationen bestimmt werden.
        • Intravenös: Prednisolon-Na-Succinat
           
        Schwere der OP  
        Zeitpunkt
        0-1 Jahre (0,3-0,5 m²) 1-3 Jahre (0,5-0,7 m²) 3-12 Jahre (0,7-1,2 m²) > 12 Jahre (1,2-1,5 m²) Erwachsene
        MILD

        Z.B. Kontrolle unter Narkose, Paukenröhrchen einsetzen
        Bei Einleitung der Anästhesie 2,5 mg Prednisolon i.v. 5 mg Prednisolon i.v. 7,5 mg Prednisolon i.v. 10 mg Prednisolon i.v. 20 mg Prednisolon i.v.
        MILD Restlicher OP-Tag 2-3-fache Dosis Hydrocortison oral 2-3-fache Dosis Hydrocortison oral 2-3-fache Dosis Hydrocortison oral 2-3-fache Dosis Hydrocortison oral 2-3-fache Dosis Hydrocortison oral
        MILD 1. Tag nach der Operation Normale Substitutionsdosis Hydrocortison Normale Substitutionsdosis Hydrocortison Normale Substitutionsdosis Hydrocortison Normale Substitutionsdosis Hydrocortison Normale Substitutionsdosis Hydrocortison
        MÄSSIG

        Z.B. Hernia inguinalis, Tonsillektomie, Adenotomie
        Bei Einleitung der Anästhesie 2,5 mg Prednisolon i.v. 5 mg Prednisolon i.v. 7,5 mg Prednisolon i.v. 10 mg Prednisolon i.v. 20 mg Prednisolon i.v.
        MÄSSG  
        Rest des OP-Tages (verteilt über den verbleibenden Teil der 24 Stunden)
        2x 1,5 mg Prednisolon i.v. 2x 2,5 mg Prednisolon i.v. 2x5 mg Prednisolon i.v. 2x5 mg Prednisolon i.v. 2x 10 mg Prednisolon i.v.
        MÄSSIG  
        1. postoperativer Tag (verteilt über 24 Stunden)
        3x 1,5 mg i.v. oder 3-fache Dosis Hydrocortison oral 3x 2,5 mg i.v. oder 3-fache Dosis Hydrocortison oral 3x 5 mg i.v. oder 3-fache Dosis Hydrocortison oral 3x 5 mg i.v. oder 3-fache Dosis Hydrocortison oral 3x 10 mg i.v. oder 3-fache Dosis Hydrocortison oral
        SCHWER  

        Z.B. Genitoplastik, Laparotomie, Kraniotomie
        Bei Einleitung der Anästhesie 5 mg Prednisolon i.v. 7,5 mg Prednisolon i.v. 10 mg Prednisolon i.v. 12.5 mg Prednisolon i.v. 25 mg Prednisolon i.v.
        SCHWER  
        Rest des OP-Tages (verteilt über die restlichen 24 Stunden)
        2x 2,5 mg Prednisolon i.v. 2x 3,5 mg Prednisolon i.v. 2x5 mg Prednisolon i.v. 2x 7,5 mg Prednisolon i.v. 2x 12,5 mg Prednisolon i.v.
        SCHWER  
        1. postoperativer Tag (verteilt über 24 Stunden)
        3x 2,5 mg Prednisolon i.v. 3x 3,5 mg Prednisolon i.v. 3x5 mg Prednisolon i.v. 3x 7,5 mg Prednisolon i.v. 3x 12,5 mg Prednisolon i.v.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

CORTICOSTEROIDE ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG, REIN

Glucocorticoide

Dexamethason

Dexabene®, Fortecortin®, InfectoDexaKrupp®
H02AB02

Methylprednisolon

Metasol®, Solu-Medrol®, Urbason®
H02AB04

Prednisolon

Aprednislon®, Prednisolut®, Solu-Dacortin®, diverse Generika
H02AB06

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Hyperglykämie, Herzrhythmusstörungen.
Bei Langzeitanwendung supraphysiologischer Dosierungen: Wachstumsverzögerung und Osteoporose, Magen-Darm-Ulzera, verschlechterte Infektionsabwehr, Fettsucht, Unterdrückung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse, psychiatrische Reaktionen von großer Bandbreite.

Kleinkinder und Kinder, die eine Langzeittherapie mit Corticosteroiden erhalten, haben zusätzlich ein Risiko für erhöhten intrakraniellen Druck.

Hohe Corticosteroid-Dosen können bei Kindern eine Pankreatitis verursachen.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Leukozytose
Erkrankungen des Immunsystems Hypersensitivität
Endokrine Erkrankungen Erhöhte oder verringerte Beweglichkeit und Anzahl der Spermien, Unregelmäßige Menstruation, Amenorrhö, Entwicklung von Cushing-Syndrom, beeinträchtigtes Wachstum bei Kindern, sekundäre Nebennierenrinden- und Hypophyseninsuffizienz (insbesondere bei Stress infolge Trauma, chirurgischen Eingriffen oder Krankheiten), verminderte Kohlenhydrattoleranz, Manifestationen von latentem Diabetes mellitus, Hyperglykämie, erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika bei Diabetikern, Hirsutismus
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Natriumretention, Wasserretention, kongestive Herzinsuffizienz bei empfindlichen Patienten, Kaliumverlust, hypokalämische Alkalose, Hypertonie, erhöhter Kalziumausscheidung, negative Stickstoffbilanz infolge Proteinabbaus, Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit
Psychiatrische Erkrankungen psychische Störungen, psychische Abhängigkeit, Schlaflosigkeit. Es wird von einer großen Breite an psychiatrischen Reaktionen berichtet, einschließlich affektiver Störungen (wie Reizbarkeit, Euphorie, depressive und labile Stimmung sowie Suizidgedanken), psychotische Reaktionen (einschließlich Manie, Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Verschlechterung von Schizophrenie), Verhaltensstörungen, Reizbarkeit, Angstzustände, Schlafstörungen und kognitive Dysfunktion, einschließlich Verwirrung und Amnesie. Die Reaktionen kommen häufig vor und können bei Erwachsenen und Kindern auftreten. Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen bei Erwachsenen liegt schätzungsweise bei 5-6%. Bei Absetzung von Kortikosteroiden wurde von psychologischen Effekten berichtet, die Häufigkeit ist unbekannt
Erkrankungen des Nervensystems Konvulsionen, erhöhter intrakranieller Druck mit Papillenödemen (Pseudotumor cerebri) im Allgemeinen nach der Behandlung, Schwindel, Kopfschmerzen
Augenerkrankungen Hinterer Schalenkatarakt, erhöhter Augeninnendruck, Papillenödem, Hornhaut oder Sklera Verdünnung, Exazerbation von viralen Augenerkrankungen, Glaukom, Exophtalmus, verschwommenes Sehen
Herzerkrankungen Myokardiale Ruptur kurz nach einem Myokardinfarkt; kongestive Herzinsuffizienz bei empfindlichen Patienten
Gefäßerkrankungen Thromboembolie, Bluthochdruck
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Schluckauf
Erkrankungen des Gastrointestinaltraks Magengeschwür mit möglicher Perforation und Blutung,  Perforation von Dünn- und Dickdarm, insbesondere bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen, Pankreatitis,  abdominale Blähungen, ulzeröse Ösophagitis, Dyspepsie, Ösophagus Candidiasis, Übelkeit
Erkrankungen der Haut und des Unterzellgewebes Verzögerte Wundheilung, dünne, leicht verletzliche Haut, Petechien und Ekchymosen, Erythem, Striae, Teleangiektasien, Akne, vermehrtes Schwitzen, Reaktionen auf Hauttests können unterdrückt werden, andere Hautreaktionen wie allergische Dermatitis, Urtikaria, angioneurotisches Ödem
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Muskelschwäche, Steroidmyopathie, Muskelschwund,  Osteoporose (vor allem bei postmenopausalen Frauen),  Wirbelkompressionsfrakturen, aseptische Nekrose des Femur- und Humeruskopfes, pathologische Frakturen der langen Knochen, Sehnenriss
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Unwohlsein

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen bei Kindern

  • Act-O-Vial®: Neugeborene (aufgrund des enthaltenen Benzylalkohols).
  • Die Gabe von Alkindi® Granulat an Patienten mit Dysphagie oder an frühgeborene Säuglinge, bei denen die orale Nahrungsaufnahme noch nicht etabliert ist.

Kontraindikationen allgemein

Hydrocortone® Tabletten:

  • systemische Pilzinfektionen (relative Kontraindikation)
  • Verabreichung von Lebendvirusvakzinen (relative Kontraindikation)

Die genannten Kontraindikationen gelten nicht für den Gebrauch als Substitutionstherapie bei Nebenniereninsuffizienz bzw. bei AGS.

Die vollständige Auflistung aller Gegenanzeigen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern

Das Wachstum und die Entwicklung von Säuglingen und Kindern ist bei Langzeitanwendung von Glucocorticoiden genau zu beobachten; um einer Wachstumsstörung vorzubeugen, ist eine alternierende Dosierung anzustreben (bei Substitutionstherapie nicht möglich). Windpocken und Masern können bei nicht-immunen Patienten, die Glucocorticoide verwenden, einen schwereren und sogar fatalen Verlauf nehmen; exponierte Patienten müssen sich direkt in medizinische Behandlung begeben.

Benzylalkohol (z.B: in Act-O-Vial® enthalten) kann toxische und anaphylaktische Reaktionen bei Säuglingen und Kindern unter 3 Jahren hervorufen.

Vorsicht, wenn Patienten von herkömmlichen Formulierungen auf Alkindi umgestellt werden. Akute Nebenniereninsuffizienz kann auftreten. Kinder sollten in der ersten Woche sorgfältig auf Anzeichen einer Nebenniereninsuffizienz untersucht werden. (DHPC Alkindi)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

  • Werden Corticosteroide zu rasch abgesetzt, kann es zu einer sekundären Nebenniereninsuffizienz kommen. Eine allmähliche Dosisreduktion schwächt diesen Effekt ab. Diese relative Insuffizienz kann noch Monate nach dem Absetzen der Therapie andauern.
  • Das Absetzen der Corticosteroide nach längerer Therapiedauer kann zu einem Corticoid-Entzugs- Syndrom führen, einschließlich Fieber, Myalgie, Arthralgie und Unwohlsein. Diese Symptome können auch bei Patienten ohne erkennbare Niereninsuffizienz auftreten.
  • Bei der Therapie mit Hydrocortison ist es erforderlich, den Patienten sorgfältig individuell auf das Arzneimittel einzustellen, einschließlich entsprechender Kontrolluntersuchungen z.B. von Gewicht, Blutdruck, Elektrolyten (bei AGS auch der Hormonparameter).
  • Sehstörung: Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer und topischer Corticosteroide gemeldet wurden.
  • Eine besondere ärztliche Überwachung ist bei Magen-Darm-Ulzera, schwerer Osteoporose, Corticoid-induzierter Psychose sowie starker Hypertonie und Herzinsuffizienz erforderlich. Besondere Vorsicht ist zudem geboten bei Tuberkulose, Infektionen, Virosen (z.B. Varizellen, Herpes simplex des Auges, Herpes zoster), Nierenversagen, Myasthenia gravis, Colitis ulcerosa, Diabetes mellitus, thromboembolischen Prozessen, Lymphomen nach BCG-Impfung, Eng- und Weitwinkelglaukom, kurz zurückliegendem Herzinfarkt (Ruptur der linken Ventrikelwand wurde im Zusammenhang mit Corticosteroiden beschrieben).
  • Der Einsatz von Corticosteroiden als Ersatztherapie bei Nebenniereninsuffizienz
    • führt nicht zu Immunsuppression und stellt keine Kontraindikation für die Gabe von Lebendimpfstoffen dar,
    • lässt kein erhöhtes Infektionsrisiko erwarten,
    • und erfordert die frühzeitige Gabe von Stressdosen im Fall von Infektionen, um eine lebensbedrohliche adrenale Krise zu vermeiden

Die vollständige Auflistung aller Warnhinweise ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Wechselwirkungen

Interaktionspartner Grund Handlungsempfehlung
Lebendimpfstoffe Patienten, die mit Lebend-Impfstoffen geimpft werden, während ihre Immunreaktion durch Glucocorticoide unterdrückt ist, können in Einzelfällen am Impfkeim erkranken, teils lebensbedrohlich. Außerdem kann die Serokonversion beeinträchtigt werden. Bei Patienten, die immunsuppressive Corticosteroid-Dosen erhalten, ist die Verabreichung von Lebendimpfstoffen kontraindiziert.
Saccharomyces cerevisiae Patienten, die während einer immunsuppressiv wirksamen, hochdosierten Glucocorticoid-Behandlung Hefepräparate (Saccharomyces cerevisiae) erhielten, erkrankten in Einzelfällen an Fungämien und Hefeinfektionen innerer Organe. Kombination vermeiden bei hochdosierter Glucocorticoid-Therapie. Cushing-Symptome deuten eine Immunsuppression an. Lokale und inhalative Glucocorticoide wirken in der Regel nicht immunsuppressiv.
CYP3A4-Induktoren wie Carbamazepin, Lumacaftor, Rifampicin, Phenytoin, Barbituraten Verminderte Wirkung und verringerte Plasmakonzentrationen von Hydrocortison durch Steigerung des Abbaus. Sofern die Kombination erforderlich ist, klinische Überwachung des Patienten bzw. Erhöhung der Dosis nach Bedarf.
Phenytoin Durch einen noch unbekannten Mechanismus wurden erhöhte aber auch erniedrigte Spiegel von Phenytoin beobachtet. Plasma-Spiegel-Monitoring von Phenytoin und gegebenenfalls Dosisanpassung.
Vitamin-K-Antagonisten Steigerung der antikoagulatorischen Wirkung. Blutungskomplikationen sind nicht auszuschließen. Überwachung der INR und gegebenenfalls Anpassung der Dosis. Überwachen Sie den Hämoglobinspiegel, um eine Blutung frühzeitig zu erkennen
Antidiabetika Die blutzuckersenkende Wirkung wird vermindert. Hyperglykämien können auftreten. Überwachung der Blutglucose und evtl. des HbA1c. Gegebenenfalls Dosisanpassung.
NSAID Additive Risikoerhöhung für Ulzera und Blutungen. Diese können nach mindestens einwöchiger Behandlung, aber auch nach mehreren Wochen oder Monaten der Therapie auftreten. Das Risiko steigt mit der Dauer der Behandlung. Überwachung auf gastrointestinale Ulzera und okkultes Blut im Stuhl und Einsatz möglichst niedriger Dosen. Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten für COX-2-Hemmer, auch wenn das Risiko hier etwas geringer ist. Paracetamol kann je nach Indikation als Alternative erwogen werden. Bei Patienten mit erhöhtem Ulkus-Risiko kann die Gabe von Protonenpumpenblockern zur Primärprophylaxe erwogen werden.
Diuretika, kaliuretisch Gefahr einer Hypokaliämie. Symptome der Hypokaliämie sind Muskelschwäche, Hyporeflexie, Somnolenz und typische EKG-Veränderungen. Monitoring der Kalium-Serumkonzentration und gegebenenfalls Kalium-Substitution.
Estrogene (Estradiol, Ethinylestradiol) Die gleichzeitige Behandlung mit Estrogenen kann möglicherweise die Wirkungen von Glucocorticoiden in geringem Ausmaß verstärken (z. B. Blutdruckanstieg, Gewichtszunahme, Hautveränderungen, verminderte Glucosetoleranz). Überwachung und gegebenenfalls Dosisreduktion des Glucocorticoids.
Dinutuximab Systemisch verabreichte Glucocorticoide können die Wirkung von Dinutuximab beeinträchtigen. Während der Behandlung mit Dinutuximab wird empfohlen, auf die systemische Behandlung mit Glucocorticoiden zu verzichten.
Colestyramin, Colestipol Bei gleichzeitiger Einnahme ist eine verringerte Hydrocortison-Plasmakonzentration möglich. Trennen Sie die Verabreichung von Hydrocortison und die von Colestyramin/Colestipol durch ein Anwendungsintervall von 4 Stunden. Überwachen Sie das therapeutische Ansprechen auf Hydrocortison und erhöhen Sie die Dosis entsprechend.

 

Die vollständige Auflistung aller Wechselwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

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Änderungsverzeichnis

  • 11 Dezember 2020 15:12: Neue Monographie "Hydrocortison"

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung