Pyrantel

Wirkstoff
Pyrantel
Handelsname
Combantrin®
ATC-Code
P02CC01
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Anthelminthikum aus der Klasse der Pyrimidinanaloga. Pyrantelembonat übt auf empfindliche Würmer eine neuromuskuläre Blockade aus. Dadurch werden die empfindlichen Würmer immobilisiert und ausgeschieden, ohne ihre Wanderungstendenz anzuregen. 

Pharmakokinetik bei Kindern

Pyrantel wird nur in geringem Umfang aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. (SmPC Helmex)

Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

  • Infektionen mit gastrointestinalen Parasiten (Maden-, Spul-, Hakenwurm)
    • Oral
      • <6 Monate: Off-label
      • ≥6 Monate: On-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Präparate im Handel

Suspension zum Einnehmen 250 mg/5 ml
Kautabletten 250 mg

Pyrantel ist in den verfügbaren Präparaten als Pyrantelembonat enthalten. Die angegebene Stärke bezieht sich auf die Pyrantel-Base.

Pyrantel kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden.

Die Kautabletten sind aufgrund der Darreichungsform nicht für Kinder unter 2 Jahren und unter 12 kg Körpergewicht geeignet.

Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Die verfügbare Suspension zum Einnehmen enthält: Sorbitol, Polysorbat 80, Benzoesäure/Natriumbenzoat, Lecithin aus Sojabohnen
Die verfügbaren Kautabletten enthalten: Benzylalkohol, Fructose, Sorbitol

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

Dosierungen

Infektionen mit gastrointestinalen Parasiten (Enterobius vermicularis/Oxyuren (Madenwurm), Ancylostoma duodenale (Hakenwurm))
  • Oral
    • 6 Monate bis 18 Jahre
      [1] [2]
      • 10 mg/kg/Dosis, einmalig. Max: 1 g/Dosis.
      • Bei Oxyuren: Behandlung nach 2 - 4 Wochen wiederholen
        Sonstige Infektionen: Falls erforderlich, Behandlung nach max. 6 Monaten wiederholen

Infektionen mit Necator americanus (Amerikanischer Hakenwurm)
  • Oral
    • 6 Monate bis 18 Jahre
      [2]
      • 10 mg/kg/Tag in 1 Dosis. Max: 1 g/Dosis. An 3 aufeinanderfolgenden Tagen.
      • Alternativ: 20 mg/kg/Dosis, max. 1 g/ Dosis an 2 aufeinanderfolgenden Tagen

        Falls erforderlich, die Behandlung nach max. 6 Monaten wiederholen

Infektionen mit Ascaris lumbricoides (Spulwurm)
  • Oral
    • 6 Monate bis 18 Jahre
      [1] [2]
      • 5 mg/kg/Dosis, einmalig. Max: 1 g/Dosis.
      • Falls erforderlich, Behandlung nach max. 6 Monaten wiederholen

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Häufig (1-10%): Erhöhung der Lebertransaminasen, Kopfschmerzen, Schwindel, Darmkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö

Gelegentlich (0,1-1%): Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Hautausschlag (Exanthem), Müdigkeit

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

  • Vorbestehende Leberschädigung

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen sind den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen (https://aspregister.basg.gv.at/)

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

NEMATODENMITTEL

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Benzimidazol-Derivate

Albendazol

Eskazole®
P02CA03

Mebendazol

Pantelmin®
P02CA01
Avermektine

Ivermectin (oral)

Scabioral®
P02CF01

Referenzen

  1. InfectoPharm, SmPC Helmex® 250 mg Kautabletten (6120655.00.00), 05/2020
  2. InfectoPharm, SmPC Helmex® 250 mg/5 ml Suspension zum Einnehmen (7289.00.00), 05/2020

Änderungsverzeichnis

  • 29 Oktober 2021 11:01: Neue Monographie

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung