Azelastin (nasal)

Wirkstoff
Azelastin (nasal)
Handelsname
Allergodil®, diverse Generika
ATC-Code
R01AC03
Zulassung, Pharmakodynamik und -kinetik
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen
Ähnliche Wirkstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Wechselwirkungen
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Zulassung der Dosierungsempfehlungen

Zulassungsstatus bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren:

  • Allergische Rhinitis
    • Nasal
      • <6 Jahre: Off-label
      • ≥6 Jahre: On-label
  • Nicht-allergische Rhinitis
    • Nasal
      • Off-label

Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Verfügbare Darreichungsformen und Stärken

Darreichungsformen

Nasenspray 1 mg/ml; 1 Sprühstoß (0,14 ml) enthält 0,14 mg Azelastinhydrochlorid.

Allgemein

Die im Handel erhältlichen Präparate enthalten Azelastin in Form von Azelastinhydrochlorid. Der Wirkstoffgehalt bezieht sich auf Azelastinhydrochlorid.

Pharmakodynamik

Azelastin, ein Phthalazinon-Derivat, ist eine stark und langanhaltend antiallergisch wirksame Substanz mit selektiv H1-antagonistischen Eigenschaften. Azelastin hat eine antientzündliche Wirkung. Neuere Ergebnisse präklinischer in vivo Studien und von in vitro Untersuchungen zeigen, dass Azelastin ein Wirkstoff mit mastzellstabilisierenden Eigenschaften ist, der die Freisetzung und Synthese von Mediatoren z.B. Histamin, Leukotrienen, PAF und Serotonin in der Früh- und Spätphase allergischer Reaktionen hemmt.

Pharmakokinetik

Keine Information

Dosierungen

Allergische Rhinitis
  • Nasal
    • ≥ 6 Jahre
      [2]
      • In jedes Nasenloch: 0,14 mg/Dosis 2 x täglich. (entspricht 1 Sprühstoß zu 1 mg/ml).
      • Behandlungsdauer: maximal 6 Monate ohne Unterbrechung
Vasomotorische (nicht-allergische) Rhinitis
  • Nasal
    • ≥ 12 Jahre
      • In jedes Nasenloch: 0,28 mg/Dosis 2 x täglich. (entspricht 2 Sprühstößen zu 1 mg/ml).
      • Behandlungsdauer: maximal 6 Wochen ohne Unterbrechung.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

DEKONGESTIVA UND ANDERE RHINOLOGIKA ZUR TOPISCHEN ANWENDUNG

Sympathomimetika, rein

Naphazolin

Coldan®, Rhinon®, Rhinoperd®
R01AA08

Oxymetazolin

Nasiben®, Nasivin®, Wick SinexAloe®
R01AA05

Xylometazolin

Otrivin®, diverse Generika
R01AA07
Sympathomimetika, Kombinationen exkl. Corticosteroide
R01AB01
Corticosteroide

Fluticason (nasal)

Avamys®, Flixonase aquosum®
R01AD08

Mometason (nasal)

Nasonex®, diverse Generika
R01AD09

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Folgende UAW wurden sehr häufig, häufig oder gelegentlich beobachtet (≥ 0,1 %):

Bitterer Geschmack, meist aufgrund unsachgemäßer Anwendung (zurückgeneigter Kopf), Reizung der bereits entzundenen Nasenschleimhaut (Brennen, Kribbeln), Niesen, Nasenbluten

Folgende ausgewählte UAW wurden zudem selten, sehr selten (< 0,1 %) oder mit unbekannter Häufigkeit beobachtet:

Überempfindlichkeitsreaktionen

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

Die vollständige Auflistung aller Gegenanzeigen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

  • Azelastin–Nasenspray sollte nicht in die Augen gelangen. Sollte die Lösung irrtümlich in die Augen gesprüht werden, sind die Augen mit reichlich Wasser auszuspülen.

Die vollständige Auflistung aller Warnhinweise ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

Referenzen

  1. Meda Pharma B.V., SmPC Allergodil (RVG106955) 13-06-2014, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl
  2. Meda, SmPC Allergodil Nasenspray 1 mg/ml (1-19772), 05/2017

Änderungsverzeichnis

  • 15 Februar 2021 13:37: Neue Monographie "Azelastin (nasal)"

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung