Triazol-Derivat. Posaconazol hemmt das Enzym Lanosterol-14α-Demethylase (CYP51), das eine wichtige Reaktion bei der Ergosterolbiosynthese katalysiert.
Posaconazol ist in vitro wirksam gegen die folgenden Mikroorganismen: Aspergillus-Spezies (Aspergillus fumigatus, A. flavus, A. terreus, A. nidulans, A. niger, A. ustus), Candida-Spezies (Candida albicans, C. glabrata, C. krusei, C. parapsilosis, C. tropicalis, C. dubliniensis, C. famata, C. inconspicua, C. lipolytica, C. norvegensis, C. pseudotropicalis), Coccidioides immitis, Fonsecaea pedrosoi und Spezies von Fusarium, Rhizomucor, Mucor und Rhizopus. Die mikrobiologischen Daten deuten darauf hin, dass Posaconazol gegen Rhizomucor, Mucor und Rhizopus wirksam ist, jedoch sind die klinischen Daten derzeit zu begrenzt, um die Wirksamkeit von Posaconazol gegen diese Erreger bewerten zu können.
Posaconazol wird nach oraler Verabreichung langsam resorbiert. Die Plasmaproteinbindung an Albumin ist hoch und beträgt > 98 % (Krishna 2007, SmPC Noxafil). Der Metabolismus erfolgt hauptsächlich über UDP-Glucuronidierung (UGT1A4) (Chen 2020). Ab einem Alter von 6 Monaten ist die UGT1A4-Genexpression vorhanden, obwohl die enzymatische Aktivität bis zu einem Alter von etwa 1,4 Jahren weiter zunehmen kann (Miyagi 2007) (Strassburg 2002). Posaconazol wird hauptsächlich als unveränderte Muttersubstanz im Stuhl ausgeschieden (Krishna 2007) (SmPC Noxafil).
Es gibt interindividuelle Unterschiede in der Pharmakokinetik von Posaconazol, insbesondere während der Absorptionsphase und bei Verwendung der normalen Suspension zum Einnehmen in der Pädiatrie. Im Allgemeinen reduzieren ein höherer pH-Wert im Magen und eine erhöhte Magen-Darm-Motilität die Bioverfügbarkeit der Suspension zum Einnehmen, indem sie die Löslichkeit verringern und die Verweildauer im Magen verkürzen (Chen 2020). Bei pädiatrischen Patient*innen, die die Suspension zum Einnehmen erhielten, war die relative Bioverfügbarkeit bei Einnahme mit einer fettreichen Mahlzeit bis zu 1,95-mal höher als bei Einnahme mit einer normalen Mahlzeit (Lin 2022). Darüber hinaus führte die gleichzeitige Anwendung von Protonenpumpenhemmern zu einer signifikanten Verringerung der Bioverfügbarkeit der Suspension, wobei die Verringerungen zwischen 41 % und 75 % lagen (Kane 2023) (McCann 2023) (Boonsathorn 2019) (Elkayal 2021). Durchfall wurde ebenfalls mit einer Verringerung der Bioverfügbarkeit der Suspension um 33% in Verbindung gebracht (Boonsathorn 2019) (Elkayal 2021).
Die folgenden PK-Parameter wurden im Steady State nach Verabreichung von Posaconazol-Suspension zum Einnehmen in einer Dosis von 13,8 mg/kg/Tag, aufgeteilt auf 3 Dosen, bei 14 Kindern im Alter von 2 bis 13 Jahren festgestellt: Cmax von 0,96 ± 0,63 mg/ml und eine CL von 0,8 L/kg/h (Vanstraelen 2016).
12 Kindern im Alter von 8 bis 17 Jahren wurde Posaconazol-Suspension zum Einnehmen in einer täglichen Gesamtdosis von 800 mg, aufgeteilt auf mehrere Dosen, zur Behandlung invasiver Pilzinfektionen verabreicht. Die mittleren Plasmakonzentrationen (776 ng/mL) waren vergleichbar mit denen, die bei 194 Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren (817 ng/mL) beobachtet wurden. In ähnlicher Weise war in den Prophylaxe-Studien die mittlere Steady-State-Konzentration (Cav) bei Jugendlichen (13-17 Jahre) vergleichbar wie bei Erwachsenen (≥ 18 Jahre) (Krishna 2007) (SmPC Noxafil).
Bei 42 pädiatrischen Patient*innen benötigten Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren höhere Dosen der Suspension zum Einnehmen als Kinder über 13 Jahre (13,0 vs. 6,0 mg/kg) (Kassa 2025).
In einer Kohorte von 136 neutropenischen Kindern im Alter von 3 Monaten bis 18 Jahren wurde Posaconazol-Suspension zum Einnehmen in Dosen von bis zu 18 mg/kg/Tag, aufgeteilt auf 3 Tagesdosen, verabreicht. Ca. 50 % der Patienten erreichten den vordefinierten Zielbereich für Cav am Tag 7 (500–2500 ng/mL). Die Arzneimittel-Exposition war bei älteren Kindern (7 bis <18 Jahre) tendenziell höher als bei jüngeren Kindern (2 bis <7 Jahre) (Arrieta 2019) (SmPC Noxafil):
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|
7 bis 18 Jahre |
2 bis <7 Jahre |
3 Monate bis <2 Jahre |
||||||||||||
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|
12 mg/kg/Tag in 2 Dosen |
18 mg/kg/Tag in 2 Dosen |
18 mg/kg/Tag in 3 Dosen |
12 mg/kg/Tag in 2 Dosen |
18 mg/kg/Tag in 2 Dosen |
18 mg/kg/Tag in 3 Dosen |
12 mg/kg/Tag in 3 Dosen |
||||||||
|
Tag |
1 |
7 |
1 |
7 |
1 |
7 |
1 |
7 |
1 |
7 |
1 |
7 |
1 |
7 |
|
|
n |
19 |
14 |
12 |
12 |
10 |
10 |
22 |
16 |
12 |
12 |
5 |
5 |
1 |
1 |
|
|
Cmax (ng/mL) |
156 (78,1) |
1200 (75,5) |
162 (86,7) |
1390 (111,4) |
93,2 (60,8) |
1230 (64,2) |
196 (93,9) |
726 (125,5) |
175 (70,5) |
581 (61,0) |
109 (61,3) |
705 (60,9) |
103 |
520 |
|
|
Tmax (h)a |
5,0 (2,97, 12,0) |
4,58 (0, 7,75) |
3,12 (2,92, 8,00) |
4,03 (0,0, 28,5) |
4,88 (2,92, 8,08) |
2,63 (0,00, 7,62) |
5,01 (2,92, 11,60) |
4.13 (0,0, 11,17) |
3.99 (2,98, 11,08) |
3,00 (0,0, 8,08) |
7,95 (2,98, 8,00) |
3,00 (0,0, 5,08) |
3,38 |
0.00 |
|
|
AUCtf (h*ng/mL) |
1140 (93,7) |
11800 (75,4) |
1270 (98,1) |
13500 (115,8) |
424 (49,5) |
8310 (74,3) |
1300 (91,4) |
6770 (138,9) |
1210 (76,88) |
5350 (62,0) |
544 (59,6) |
4920 (67,1) |
574 |
3590 |
|
|
t1/2 (h)a |
11,88 (7,92, 12,25) |
11,59 (7,95, 12,08) |
11,54 (2,92, 12,08) |
11,60 (7,33, 12,12) |
7,92 (4,83, 8,10) |
7,77 (4,67, 8,00) |
11,04 (7,98, 12,15) |
11,42 (8,00, 12,00) |
11,23 (9,07, 12,07) |
11,5 (8,0, 12,03) |
7,95 (7,83, 8,00) |
7,92 (7,82, 8,00) |
8,38 |
7,92 |
|
|
Mittelwert Cavg (ng/mL)b |
107 (86,5, 92,5) |
1050 (76,2, 789) |
113 (89,1, 100) |
1240 (113,4, 1400) |
57,9 (52,2, 30.2) |
1150 (65,4, 750) |
122 (83,1, 101) |
604 (129,0, 779) |
112 (77,6, 86,9) |
485 (63,0, 306) |
68,4 (59,2, 40,4) |
620 (66,2, 411) |
68,5 |
453 |
|
|
Median Cavg (ng/mL)a |
87,7 (16,4, 398) |
979 (65,4, 2420) |
74,4 (33,8, 393) |
698 (181, 4660) |
56,2 (12,0, 105) |
1300 (127, 2340) |
94,7 (15,7, 437) |
414 (37,8, 3350) |
519 (48,3, 926) |
519 (48,3, 926) |
75,4 (28,10, 124) |
529 (191, 1280) |
68,5 |
453 |
|
a Median (min-max)
b Arithmetischer Mittelwert (% CV, SD)
Die folgenden PK-Daten aus PopPK-Studien wurden bei (immunsupprimierten) Kindern (0,4–18,5 Jahre) erhoben, die eine Prophylaxe oder Behandlung einer invasiven Pilzinfektion mit Tabletten, Suspensionen oder intravenösen Formulierungen erhielten:
| Referenz | Kane 2023 | McCann 2023 | Boonsathorn 2019 | Lin 2022 | Elkayal 2021 |
| N= | 104 | 47 | 117 | 42 | 14 |
| Alter, Jahre Median (Range) | 6,2 (0,4-16,8) | 12,3 (1,5-20,4) | 5,7 (0,5-18,5) | 5,5 (0,6-12,8) | 7 |
| Applikationsweg | Tablette, Suspension, intravenös | Tablette, Suspension, intravenös | Tablette, Suspension | Suspension | Suspension |
| Parameter | Schätzwert (RSE%) | Schätzwert (RSE%) | Schätzwert (RSE%) | Schätzwert (RSE%) | Schätzwert (RSE%) |
| CL(sat)(L/h/70kg) | 13,47 (11,8)1 | 6 (17,4) |
|
|
|
| CL/F (L/h/70kg) |
|
|
14,95 (34,5)2 | 25,60 (9,8) | 15,4 (24) |
| V (L/70kg) | 186,01 (37,6) | 146 (41,1) |
|
|
|
| V/F (L/70kg) |
|
|
201,7 (38,8)2 | 1132 (21,0)3 | 1150 (34)3 |
| Tablette F | 0,66 (21,0) | 0,67 (fixed) |
|
|
|
| Suspension F |
|
0,165 (28,1) |
|
|
|
| Suspension F mit fettreicher Mahlzeit |
|
|
|
1,95 (23,1) |
|
| Suspension D50 (mg/m2) | 43,25 (14,2) |
|
|
|
|
| Proportionaler Effekt von PPI auf F | -0,41 (27,5) | OME: 0,247 (23,6) PAN: 0,379 (32,7) |
-0,42 (14,9) |
|
-0,42 (fixed) |
| Proportionaler Effekt von Diarrhö auf F |
|
|
-0,33 (28) |
|
-0,33 (fixed) |
RSE: relativer Standardfehler; CLsat: maximale (oder gesättigte) Clearance-Rate; V: Verteilungsvolumen; F: Bioverfügbarkeit; CL/F: scheinbare Clearance; V/F: scheinbares Volumen; D50: Dosis, bei der F 50 % beträgt; PPI: Protonenpumpenhemmer; OME: Omeprazol; PAN: Pantoprazol
Alle Dispositionsbedingungen beziehen sich auf eine voll ausgewachsene Person mit einem Gewicht von 70 kg unter Verwendung einer allometrischen Skalierung mit Exponenten von 1 für das Volumen und 0,75 für CLsat.
1 Gesättigte Clearance-Rate;
2 CL/F und V/F bezogen sich auf die Tablettenformulierung (F=1);
3 V/F kann aufgrund des Fehlens einer Referenzformulierung überschätzt sein; F wird nicht explizit geschätzt
magensaftresistente Tabletten 100 mg
Suspension zum Einnehmen 40 mg/mL
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 18 mg/mL
magensaftresistentes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum
Einnehmen 300 mg (in Österreich derzeit nicht im Handel)
Noxafil Tabletten und magensaftresistentes Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sind die bevorzugten Darreichungsformen, um die Plasmakonzentrationen zu optimieren, da sie im Allgemeinen höhere Plasmaspiegel des Wirkstoffs erreichen als die Suspension zum Einnehmen. Die Tabletten/das magensaftresistente Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen und die Suspension zum Einnehmen sind aufgrund ihrer unterschiedlichen Bioverfügbarkeit nicht austauschbar.
Anwendungshinweis:
Die magensaftresistenten Tabletten können zusammen mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die Tabletten sind im Ganzen mit Wasser zu schlucken und sollten nicht zerkleinert, zerkaut oder zerbrochen werden.
Die Suspension zum Einnehmen muss vor der Anwendung kräftig geschüttelt werden. Wann immer möglich ist Posaconazol-Suspension während einer oder unmittelbar nach einer Nahrungsaufnahme bzw. einem Nahrungsergänzungsmittel-Getränk einzunehmen.
Das magensaftresistente Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen kann zusammen mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung: Verabreichung über einen zentralen venösen Zugang, etwa einen Zentralvenenkatheter oder einen peripher gelegten zentralen Katheter (PICC) durch langsame intravenöse (IV) Infusion über eine Dauer von ca. 90 Minuten. Keine Verabreichung als Bolus. Ist kein Zentralvenenkatheter verfügbar, ist eine Einmalinfusion über einen peripheren Venenkatheter möglich. Erfolgt die Infusion über einen peripheren Venenkatheter, ist diese über eine Dauer von ca. 30 Minuten zu verabreichen, um die Wahrscheinlichkeit von Reaktionen an der Infusionsstelle zu reduzieren.
Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Suspension zum Einnehmen: Glucose, Natriumbenzoat, Benzylalkohol, Propylenglycol, Polysorbat 80
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung: Cyclodextrin
Magensaftresistentes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension: Methyl-4-Parahydroxybenzoat, Propyl-4-Parahydroxybenzoat, Saccharin-Natrium, Sorbitol-Lösung, Propylenglycol
Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.
Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)
Cave:
| Behandlung invasive Pilzinfektion |
|---|
|
| Prophylaxe invasive Pilzinfektion |
|---|
|
GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Bisher wurde kein eindeutiger Toxizitätsschwellenwert für den Serumspiegel festgelegt.
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind gastrointestinale Symptome, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen, insbesondere bei oralen Darreichungsformen (Arrieta 2019) (Weerdenburg 2024) (Lehrnbecher 2010) (Gwee 2015). Diese Nebenwirkungen traten mit stark variabler Inzidenz auf (6–57 %), sie führten jedoch selten zum Abbruch der Behandlung (Weerdenburg 2024).
Hepatotoxizität wird häufig beobachtet, wobei bei 20–51 % der Patient*innen eine Erhöhung der Transaminasenwerte berichtet wurde. In einigen Studien führte dies in bis zu 31 % der Fälle zum Abbruch der Behandlung. Die Erhöhung der Leberenzym-Werte reichte von Grad I bis III (Lin 2022) (Weerdenburg 2024).
Kassa (2025) beobachtete bei 41,2 % der Kinder nach allogener HSZT eine Hypertonie als mögliche Nebenwirkung, oft ohne andere erkennbare Ursachen. Trotz fehlender Korrelation mit den Posaconazolspiegeln legt dies nahe, neben der Leberfunktion auch den Blutdruck engmaschig zu überwachen.
Weitere berichtete Nebenwirkungen sind Hautreaktionen (bis zu 12 %), Kopfschmerzen und Fieber, die meist leicht und vorübergehend sind. (Schwere) Hypokaliämie wurde ebenfalls beobachtet (Jia 2022) (Barton 2018). Es wurde kein konsistenter Zusammenhang zwischen den Plasmakonzentrationen von Posaconazol und dem Auftreten oder der Schwere von Nebenwirkungen festgestellt (Weerdenburg 2024).
Sehr häufig (≥ 10%): Übelkeit
Häufig (1-10%): Neutropenie, Störung des Elektrolythaushalts, Anorexie, Appetitverlust, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Parästhesien, Schwindel, Somnolenz, Kopfschmerzen, Geschmacksstörung, Hypertonie, Erbrechen, Abdominalschmerzen, Durchfall, Dyspepsie, Mundtrockenheit, Flatulenz, Verstopfung, anorektale Beschwerden, erhöhte Leberfunktionswerte (ALT erhöht, AST erhöht, Bilirubin erhöht, alkalische Phosphatase erhöht, GGT erhöht), Ausschlag, Pruritus, Pyrexie (Fieber), Asthenie, Müdigkeit
Gelegentlich (0,1-1%): Thrombozytopenie, Leukopenie, Anämie, Eosinophilie, Lymphadenopathie, Milzinfarkt, allergische Reaktion, Hyperglykämie, Hypoglykämie, abnorme Träume, Verwirrtheitszustand, Schlafstörung, Konvulsionen, Neuropathie, Hypästhesie, Tremor, Aphasie, Schlaflosigkeit, verschwommenes Sehen, Photophobie, verminderte Sehschärfe, langes QT-Syndrom, abnormes Elektrokardiogramm, Palpitationen, Bradykardie, supraventrikuläre Extrasystolen, Tachykardie, Hypotonie, Vaskulitis, Husten, Nasenbluten, Schluckauf, Nasensekretstauung, Pleuraschmerz, Tachypnoe, Pankreatitis, aufgetriebener Bauch, Enteritis, epigastrische Beschwerden, Aufstoßen, gastroösophageale Refluxerkrankung, Ödem des Mundes, Leberzellschädigung, Hepatitis, Gelbsucht, Hepatomegalie, Cholestase, hepatische Toxizität, Leberfunktionsstörung, Mundulzera, Alopezie, Dermatitis, Erythema, Petechien, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Schmerzen der Skelettmuskulatur, Schmerz in einer Extremität, akutes Nierenversagen, Niereninsuffizienz, Kreatinin im Blut erhöht, Menstruationsstörungen, Ödem, Schmerz, Schüttelfrost, Unwohlsein, Brustkorbbeschwerden, Arzneimittelunverträglichkeit, Gefühl der Zerfahrenheit, Schleimhautentzündung, veränderter Arzneimittelspiegel, niedrige Phosphorspiegel im Blut, auffälliges Röntgenbild des Thorax, Thrombophlebitis (bei intravenöser Anwendung)
Selten (0,1-0,01%): hämolytisch-urämisches Syndrom, thrombotisch-thrombozytopenische Purpura, Panzytopenie, Koagulopathie, Blutung, Überempfindlichkeitsreaktion, Nebenniereninsuffizienz, Gonadotropin-Abfall im Blut, Pseudoaldosteronismus, Psychose, Depression, zerebrovaskuläres Ereignis, Enzephalopathie, periphere Neuropathie, Synkope, Doppeltsehen, Gesichtsfeldausfall (Skotom), vermindertes Hörvermögen, Torsade de Pointes, plötzlicher Herztod, ventrikuläre Tachykardie, Herz- und Atemstillstand, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Lungenembolie, tiefe Venenthrombose, pulmonale Hypertonie, interstitielle Pneumonie, Pneumonitis, Magen-Darm-Blutung, Ileus, Leberversagen, cholestatische Hepatitis, Hepatosplenomegalie, Druckschmerz der Leber, Flattertremor, Stevens-Johnson-Syndrom, vesikulärer Ausschlag, renal-tubuläre Azidose, interstitielle Nephritis, Schmerzen in der Brustdrüse, Zungenödem, Gesichtsödem
Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Die Bioverfügbarkeit von Posaconazol wird stark von der Nahrungsaufnahme und dem Säuregehalt beeinflusst. Ein therapeutisches Drug Monitoring (TDM) sollte deshalb erwogen werden. Die SWAB (Antibiotic Policy Working Group) empfiehlt folgende Referenzwerte (bei Erwachsenen):
- Therapie: Talspiegel >1 mg/mL
- Rescue-Therapie: Talspiegel >1,5 mg/mL, Spiegel nach 5 - 7 Tagen bestimmen (steady state)
- Prophylaxe: Talspiegel >0,7 mg/mL
Da bei pädiatrischen Empfänger*innen einer allogenen HSZT Hypertonie unklarer Ursache beobachtet wurde, wird eine routinemäßige Überwachung sowohl der Leberfunktion als auch des Blutdrucks empfohlen (Kassa 2025).
Falls ein Kind keine Mahlzeiten verträgt, kann die orale Suspension zusammen mit einem flüssigen Nahrungsergänzungsmittel verabreicht werden (SmPC Noxafil).
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (ema.europa.eu).
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Antibiotika | ||
|---|---|---|
|
Amphotericin B Cheplapharm®, Ambisome®
|
J02AA01 | |
| Triazol-Derivate | ||
|---|---|---|
|
Diflucan®, diverse Generika
|
J02AC01 | |
|
Cresemba®
|
J02AC05 | |
|
Sporanox®, Itrabene®, Itraderm®, Mytra®
|
J02AC02 | |
|
Vfend®
|
J02AC03 | |
| Andere Antimykotika zur systemischen Anwendung | ||
|---|---|---|
|
Ecalta®
|
J02AX06 | |
|
Cancidas®, div. Generika
|
J02AX04 | |
|
Mycamine®
|
J02AX05 | |