Fluticason + Formoterol

Wirkstoff
Fluticason + Formoterol
Handelsname
Flutiform®
ATC-Code
R03AK11

Fluticason + Formoterol

Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Fluticason hat bei inhalativer Anwendung in den empfohlenen Dosierungen eine antientzündliche Wirkung in der Lunge. Hieraus resultiert eine Abnahme der Asthma-Symptome und Exazerbationen mit weniger Nebenwirkungen als bei einer systemischen Corticosteroid-Therapie.

Formoterol ist ein selektiver β2-Adrenorezeptor-Agonist. Bei reversibler und irreversibler Atemwegsobstruktion wirkt Formoterol bronchodilatatorisch. Formoterol zeichnet sich durch einen raschen Wirkungseintritt und eine lange Wirkdauer aus.

Pharmakokinetik bei Kindern

Keine Information

Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

  • Asthma
    • Inhalativ
      • On-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Inhalativ, zur regelmäßigen Behandlung von Asthma, bei dem die Anwendung eines Kombinationspräparats (inhalatives Corticosteroid und lang wirkender β2-Agonist) angezeigt ist, - bei Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und bedarfsweise angewendeten, kurz wirkenden inhalativen β2-Agonisten nicht ausreichend eingestellt sind. oder - bei Patienten, die bereits mit einem inhalativen Corticosteroid und einem lang wirkenden β2-Agonisten ausreichend eingestellt sind. Bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 5 Jahren und älter.

Empfohlene Dosis für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ≥ 5 Jahren: 
2 Inhalationen (Hübe) 2x täglich, normalerweise morgens und abends.
Für Erwachsene und Jugendliche: Falls die Asthmasymptome schlecht kontrolliert sind: 125 Mikrogramm/5 Mikrogramm: 2 Inhalationen (Hübe) 2x täglich. Diese Stärke soll nicht bei Kindern unter 12 Jahre angewendet werden.

Kinder <5 Jahre: Die Erfahrung bei Kindern unter 5 Jahren ist limitiert. Anwendung nicht empfohlen; Flutiform soll bei dieser jungen Altersgruppe nicht angewendet werden

(SmPC Flutiform 50 microg./5 microg. pro Sprühstoß)

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Präparate im Handel

Druckgasinhalation, Suspension 50 microg./5 microg. pro Sprühstoß*, 125 microg./5 microg. pro Sprühstoß**, 250 microg./10 microg. pro Sprühstoß*** (Fluticasonpropionat/Formoterolfumarat-Dihydrat) 

* ab 5 Jahren, ** ab 12 Jahren, *** ab 18 Jahren

Fluticason ist in den verfügbaren Druckgasinhalationen als Fluticasonpropionat, Formoterol als Formoterolfumarat-Dihydrat enthalten. Die angegebene Stärke bezieht sich auf Fluticasonpropionat bzw. Formoterolfumarat-Dihydrat.

Anwendungshinweis:

Detaillierte Hinweise zur Anwendung der unterschiedlichen Präparate sind der jeweiligen Fachinformation zu entnehmen.

Die Inhalation des Arzneimittels vor einer Mahlzeit und die Mundspülung nach der Inhalation können das Risiko einer Candidiasis oder Heiserkeit reduzieren.

Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:

Die Druckgasinhalation enthält: Ethanol

Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

Dosierungen

Asthma
  • Inhalativ
    • 5 Jahre bis 12 Jahre
      [1]
      • Fluticasonpropionat/Formoterolfumarat 50/5 microg.: 2 x täglich 2 Inhalationen (Sprühstöße)

    • 12 Jahre bis 18 Jahre
      [1]
      • Fluticasonpropionat/Formoterolfumarat 50/5 microg.: 2 x täglich 2 Inhalationen (Sprühstöße)
        Falls erforderlich, auf 125/5 microg. 2 x täglich 2 Inhalationen (Sprühstöße) erhöhen

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Mögliche systemische Effekte sind Cushing-Syndrom, Cushing-ähnliche Symptome, Nebennierensuppression und Wachstumsverzögerung, Angstzustände, Schlafstörungen und Verhaltensänderungen, einschließlich Hyperaktivität und Reizbarkeit. (SmPC)

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Gelegentlich (0,1-1 %): Schlafstörungen inkl. Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Tremor, Benommenheit, Palpitationen, ventrikuläre Extrasystolen, Asthmaexazerbation, Dysphonie, Rachenreizung, Mundtrockenheit, Hautausschlag

Selten (0,01-0,1 %): orale Kandidose, orale Pilzinfektionen, Sinusitis, Hyperglykämie, ungewöhnliche Träume, Agitation, Dysgeusie, Vertigo, Angina pectoris, Tachykardie, Hypertonie, Dyspnoe, Husten, Diarrhö, Dyspepsie, Juckreiz, Muskelspasmen, periphere Ödeme, Asthenie

Häufigkeit nicht bekannt: Psychomotorische Hyperaktivität, Angstgefühle, Depression, verschwommenes Sehen

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Kontraindikationen bekannt.

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern

Es wird empfohlen, das Wachstum bei Kindern während der Langzeitbehandlung regelmäßig zu überwachen. Im Falle einer Wachstumsverzögerung ist die Behandlung zu überprüfen und die Dosis nach Möglichkeit zu reduzieren.

Beachten Sie das Stufenschema der aktuell gültigen Leitlinie der Global Initiative for Asthma (GINA) (https://ginasthma.org/gina-reports/).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at/).

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

INHALATIVE SYMPATHOMIMETIKA

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Selektive Beta2-Adrenozeptoragonisten

Formoterol

Foradil®, Forair®, Oxis®, Novolizer®
R03AC13

Salmeterol

Serevent®
R03AC12

Terbutalin

Bricanyl®
R03AC03
Sympathomimetika in Kombination mit Corticosteroiden oder anderen Mitteln, exkl. Anticholinergika

Beclometason + Formoterol

Foster®, Formodual®
R03AK08
R03AK07
R03AK10

Salmeterol+Fluticason

Seretide®, diverse Generika
R03AK06

Referenzen

  1. Mundipharma Pharmaceuticals B.V., SmPC Flutiform (RVG RVG 107222, 107242, 107243) 04-06-2021, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl

Änderungsverzeichnis

  • 30 November 2022 14:16: Neue Monographie

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung