Zulassung, Pharmakodynamik und -kinetik
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen
Ähnliche Wirkstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Wechselwirkungen
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pregabalin

Wirkstoff
Pregabalin
Handelsname
Lyrica®, Pregamid®, Lyribastad®, Pregatab®, div. Generika
ATC-Code
N03AX16

Zulassung der Dosierungsempfehlungen

  • Neuropathische Schmerzen
    • Oral
      • Off-label

Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Oral, Erwachsene: zur Behandlung von peripheren und zentralen neuropathischen Schmerzen, Zusatztherapie von partiellen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung im Erwachsenenalter, zur Behandlung von generalisierten Angststörungen

Kinder und Jugendliche: Sicherheit und Wirksamkeit von Lyrica bei Kindern unter 12 Jahren und bei Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) wurden nicht nachgewiesen

(SmPC Lyrica Hartkapseln)

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Verfügbare Darreichungsformen und Stärken

Tabletten 25 mg, 50 mg, 75 mg, 100 mg, 150 mg, 200 mg, 300 mg
Hartkapseln 25 mg, 50 mg, 75 mg, 100 mg, 150 mg, 200 mg, 300 mg

Anwendungshinweis:

Die Einnahme der verfügbaren Präparate kann mit oder ohne Nahrung erfolgen.

Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:

Die verfügbaren Hartkapseln enthalten – je nach Hersteller: Lactose-Monohydrat, Propylenglycol
Die verfügbaren Tabletten enthalten: -

Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.

Pharmakodynamik

Das Antiepileptikum Pregabalin ist ein GABA-Strukturanalogon, besitzt jedoch keine GABA-Wirkungen. Als Wirkmechanismus wird die Blockade zentraler L-Typ-Calcium-Kanäle diskutiert, wodurch die Kanäle geschlossen werden, der Calcium-Influx an den Nervenendigungen reduziert wird und die Freisetzung exzitatorischer Neurotransmitter wie Glutamat, Noradrenalin und Substanz P vermindert wird. Die Substanz wirkt antikonvulsiv, anxiolytisch und analgetisch bei neuropathischen Schmerzen.

Pharmakokinetik

Es liegen keine speziellen Daten für Kinder vor.

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Dosierungen

Neuropathische Schmerzen
  • Oral
    • 1 Jahr bis 12 Jahre
      [1] [2] [3] [4]
      • Initialdosis: 2,5 mg/kg/Tag in 1 - 2 Dosen.
      • Erhaltungsdosis: bei Bedarf alle 2 - 3 Tage erhöhen auf max. 15 mg/kg/Tag in 2 - 3 Dosen, max: 600 mg/Tag.
      • Beim Absetzen der Behandlung sollte die Dosis auf die Art reduziert werden, wie sie zu Beginn der Behandlung gesteigert wurde.

    • 12 Jahre bis 18 Jahre
      [1] [2] [3] [4]
      • Initialdosis: 75 mg/Tag in 1 Dosis
      • Erhaltungsdosis: bei Bedarf alle 2 - 3 Tage in Schritten von 75 mg/Tag erhöhen auf max. 10 mg/kg/Tag in 2 - 3 Dosen, max: 600 mg/Tag.
      • Beim Absetzen der Behandlung sollte die Dosis auf die gleiche Art reduziert werden, wie sie zu Beginn der Behandlung gesteigert wurde.

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Barbiturate und Derivate
N03AA02
Succinimid-Derivate

Ethosuximid

Petinimid®, Ethosuximid neuraxpharm
N03AD01
Benzodiazepin-Derivate

Clonazepam

Rivotril®
N03AE01
Carboxamid-Derivate

Carbamazepin

Tegretol®, Neurotop®
N03AF01

Oxcarbazepin

Trileptal®
N03AF02

Rufinamid

Inovelon®
N03AF03
Fettsäure-Derivate

Valproinsäure (Natriumvalproat)

Convulex®, Depakine®
N03AG01

Vigabatrin

Sabril®
N03AG04
Andere Antiepileptika

Cannabidiol

Epidyolex®
N03AX24

Gabapentin

Neurontin® , Gabadal® , div. Generika
N03AX12

Lacosamid

Vimpat®
N03AX18

Lamotrigin

Lamictal®, diverse Generika
N03AX09

Levetiracetam

Keppra®, diverse Generika
N03AX14

Topiramat

Topamax®, diverse Generika
N03AX11

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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Sehr häufig (≥ 10%): Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen

Häufig (1-10%): Nasopharyngitis, gesteigerter Appetit, Euphorie, Verwirrung, Reizbarkeit, Desorientierung, Schlaflosigkeit, verringerte Libido, Ataxie, Koordinationsstörungen, Tremor, Dysarthrie, Amnesie, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Parästhesie, Hypästhesie, Sedierung, Gleichgewichtsstörung, Lethargie, verschwommenes Sehen, Diplopie, Vertigo, Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Diarrhoe, Flatulenz, aufgeblähter Bauch, Mundtrockenheit, Muskelkrämpfe, Arthralgie, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, zervikale Spasmen, erektile Dysfunktion, periphere Ödeme, Ödeme, Gangstörungen, Stürze, Trunkenheitsgefühl, Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Gewichtszunahme

Gelegentlich (0,1-1%): Neutropenie, Überempfindlichkeit, Anorexie, Hypoglykämie, Halluzinationen, Panikattacken, Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Depression, Niedergeschlagenheit, gehobene Stimmungslage, Aggression, Stimmungsschwankungen, Depersonalisation, Wortfindungsstörungen, abnorme Träume, gesteigerte Libido, Anorgasmie, Apathie, Synkopen, Stupor, Myoklonus, Verlust des Bewusstseins, psychomotorische Hyperaktivität, Dyskinesie, posturaler Schwindel, Intentionstremor, Nystagmus, kognitive Störungen, geistige Beeinträchtigungen, Sprachstörungen, verringerte Reflexe, Hyperästhesie, brennendes Gefühl, Geschmacksverlust, Unwohlsein, „Tunnelblick“, Sehstörungen, geschwollene Augen, Gesichtsfeldeinengung, verringerte Sehschärfe, Augenschmerzen, Schwachsichtigkeit, Photopsie, Augentrockenheit, verstärkter Tränenfluss, Augenreizung, Hyperakusis, Tachykardie, AV-Block 1. Grades, Sinusbradykardie, Herzinsuffizienz, Hypotonie, Hypertonie, Hautrötung mit Wärmegefühl, Gesichtsrötung, kalte Extremitäten, Dyspnoe, Nasenbluten, Husten, verstopfte Nase, Rhinitis, Schnarchen, trockene Nase, gastroösophagealer Reflux, vermehrter Speichelfluss, orale Hypästhesie, erhöhte Leberenzymwerte, papulöser Ausschlag, Urtikaria, Hyperhidrose, Pruritus, Gelenkschwellungen, Myalgie, Muskelzuckungen, Nackenschmerzen, Steifigkeit der Muskulatur, Harninkontinenz, Dysurie, Störungen der Sexualfunktion, verzögerte Ejakulation, Dysmenorrhoe, Brustschmerzen, generalisierte Ödeme, Gesichtsödem, Engegefühl in der Brust, Schmerzen, Fieber, Durst, Frösteln, Asthenie, Erhöhung der Kreatinphosphokinase, Hyperglykämie, Thrombozytenzahl erniedrigt, erhöhte Kreatininwerte, Hypokaliämie, Gewichtsverlust

Selten (0,1-0,01%): Angioödem, allergische Reaktion, Enthemmung, Konvulsionen, Parosmie, Hypokinesie, Schreibstörungen, Parkinsonismus, Verlust des Sehvermögens, Keratitis, Oszillopsie, verändertes räumliches Sehen, Mydriasis, Schielen, Lichtempfindlichkeit, QT-Verlängerung, Sinustachykardie, Sinusarrhythmie, Lungenödem, Engegefühl im Hals, Aszites, Pankreatitis, geschwollene Zunge, Dysphagie, Gelbsucht, Stevens-Johnson-Syndrom, kalter Schweiß, Rhabdomyolyse, Nierenversagen, Oligurie, Harnretention, Amenorrhoe, Absonderungen aus der Brust, Brustvergrößerung, Gynäkomastie, Leukozytenzahl erniedrigt

Sehr selten (< 0,01%): Leberversagen, Hepatitis

Häufigkeit nicht bekannt: Atemdepression

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

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Kontraindikationen allgemein

Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Kontraindikationen bekannt.

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at/).

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Wechselwirkungen


 

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Referenzen

  1. Saltik S, et al, Pregabalin treatment of patient with complex regional pain syndrome, Pediatr Neurol, 2016, Jan;54, 88-90
  2. Pedemonte Stalla V, et al, Complex regional pain syndrome type i. An analysis of 7 cases in children, Neurologia, 2015, Jul-Aug;30(6), 347-51
  3. Arnold LM, et al, Safety and efficacy of pregabalin in adolescents with fibromyalgia: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial and a 6-month open-label extension study, Pediatr Rheumatol Online J, 2016, Jul 30;14(1), 46
  4. Vondracek P, et al, Efficacy of pregabalin in neuropathic pain in paediatric oncological patients,, Eur J Paediatr Neurol, 2009, Jul;13(4, 332-6
  5. Upjohn EESV, SmPC Lyrica Hartkapseln (EU/1/04/279/001-005), aufgerufen am 24.03.2022, www.ema.europa.eu

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Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Anpassung bei Nierenfunktionsstörung wie angegeben:

GFR 50-80 ml/min/1.73 m2
Keine Dosisanpassung notwendig.
GFR 30-50 ml/min/1.73 m2
50 Prozent der Einzeldosis und Dosierungsintervall: 8 bis 12 Stunden
GFR 10-30 ml/min/1.73 m2
25 Prozent der Einzeldosis und Dosierungsintervall: 8 bis 12 Stunden
GFR < 10 ml/min/1.73 m2
Es kann keine allgemeingültige Empfehlung gegeben werden.

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Änderungsverzeichnis

  • 31 März 2022 17:26: Neue Monographie

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